Schallplatte mit Volker Rebell Beschriftung

Termine


Veranstaltungen 2018 in der REBELL(I)SCHEN STUDIOBÜHNE, Offenbach:

Alle Veranstaltungen beginnen um 19.00 Uhr und enden um 22 Uhr - aus Rücksicht gegenüber den Nachbarn.

Platzreservierungen per Mail - über volker.rebell@t-online.de - sind wegen der begrenzten Zahl an Sitzplätzen dringend zu empfehlen.

Schnellübersicht aller Termine:

13.04.2018: Traumziel Costa Rica - Reisebericht mit Live-Musik, Fotos + Videos

21.04.2018: Michael Sagmeister - Jazz

28.04.2018: Moritz Stoepel & Christopher Herrmann - „Ciao, bella Italia" - ein italienisches Programm

05.05.2018: SONiA - Singersongwriterin

18.05.2018: Ü-60-Dancehall, Falten-Rock & Rentier-Schwof. "betreutes Tanzen" Teil 2 

27.05.2018: Welthören

08.06.2018: Moritz Stoepel & Miriam - Konzert & Vernissage

14.06.2018: Klangcraft - Jazzrock

30.06.2018: Rosenfest - florales Konzert + Ausstellung

10.07.2018: Goitse - Irish Folk

13.07.2018: Beatles-Film "Yellow Submarine"

Sommerpause bis Anfang September

22.09.2018: Tango-Abend

06.10.2018: Daniel Helfrich - Musik-Kabarett

15.10.2018: The Outside Track - Headliner des Irish Folk-Festivals 2008

10.11.2018: The Beatles - 50 Jahre: Das Weiße Album - musikalische Lesung, mit Musikern der Lonely Hearts Club Band (Infos folgen) 

07.12.2018: Matthias Frey & Büdi Siebert

 


 

Costa Rica Costa Rica Costa Rica Cost Rica Cost Rica Coost RicaCosta RicaCosta RicaCosta Rica Traumreise mit Live-Musik

Fr 13. April 2018, 19 Uhr: „Traumziel Costa Rica" -  aktive Vulkane zwischen den Weltmeeren - nächtliche Naturorchester in Regenwald-Lodges - Traumstrände für Meeresschildkröten - der Göttervogel Quetzal im Nebelwald - Kolibris und Kapuzineräffchen, Aras und Iguanas, Mangrovensümpfe und Kaimane: Costa Rica, ein Naturparadies zwischen Karibik und Pazifik -

Reiseimpressionen mit Diashow, Videos, Live-Musik, Tapas-Buffet und Erzählungen von und mit Volker Rebell. Foto-Ausstellung „Pura Vida" von Gunta Saul. Latin-Songs live gespielt von dem in Peru geborenen Singer/Songwriter René Moreno, der authentisch und mitreißend Musik aus Lateinamerika und der Karibik zu spielen versteht. Ein Abend in der Veranstaltungsreihe „Traumreisen". Eintritt € 15,- / Tapas-Buffet € 15,- / beides zusammen: € 30,- (Platz- und Buffet-Reservierungen bitte per E-Mail über volker.rebell@t-online.de).

Video zu Renè Moreno: https://www.youtube.com/watch?v=d0uvqsu0lbs

Etwa 30% der Landfläche Costa Ricas sind als Nationalparks und Naturreservate ausgewiesen. Das kleine mittelamerikanische Land, das ungefähr so groß ist wie Niedersachsen, verfügt über mit den größten Artenreichtum an Tieren und Pflanzen, den es auf der Erde gibt, bietet eine kontrastreiche Landschaftsvielfalt zwischen den beiden Weltmeeren, aktive Vulkane und einsame Traumstrände, Wasserlandschaften mit Mangrovensümpfen und ein Cordillerenkette, die bis auf 3.800 Meter hinaufreicht. Ursprüngliche Regenwälder, die teilweise bis an die Meeresküste reichen, mystisch verhangene Nebelwälder in den Höhenlagen und tropische Trockenwälder in den nordwestlichen Küstenregionen am Pazifik wechseln sich ab mit Salzwassermarschgebieten, Lagunen, Seen, Savannen und endlosen Rinderweiden und Plantagen, in denen Ananas, Bananen, Kaffee und Ölpalmen angebaut werden.  mehr lesen...

 

 

Michael SagmeisterJazz-Gitarre der Weltklasse

Sa 21. April 2018, 19 Uhr: Michael Sagmeister - Solokonzert. Mit Michael Sagmeister wird einer der führenden Jazz- und Fusion-Gitarristen Europas aus Anlass seines 40-jährigen Bühnenjubiläums die „Rebell(i)sche Studiobühne" beehren.
„Er zählt zu den renommiertesten Jazzgitarristen der Gegenwart. Als erster Deutscher überhaupt war er Dozent am Berklee College of Music in Boston. 1999 ernannte ihn die Frankfurter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst zum ordentlichen Professor. Sagmeister ist nach dem Urteil der internationalen Kritik einer der weltbesten Gitarristen seines Genres."  Eintritt € 20,- (Platzreservierungen siehe oben). Video zu Michael Sagmeister: https://www.youtube.com/watch?v=kwiUCXDIYd0

 

Moritz Stoepel

Sa 28. April 2008, 19 Uhr: Moritz Stoepel & Christopher Herrmann - „Ciao, bella Italia" - ein italienisches Programm voller Sehnsüchte, Träume und Erinnerungen.

Auf ihrer poetischen Reise durch „Bella Italia" entführen uns der Schauspieler Moritz Stoepel und der Multiinstrumentalist Christopher Herrmann mit Gedichten, Szenen, Geschichten und Liedern in ein Land, das immer mehr von seinem einstmals verführerischen Glanz zu verlieren scheint ... alora, cari amici ... träumen wir uns noch einmal zurück ... als Francesco d´Assisi in den toskanischen Hügeln den Tieren predigte ... Johann Wolfgang von Goethe von der ewigen Stadt Rom schwärmte ... in Venedig die Liebesabenteuer des galanten Verführungskünstlers Giacomo Casanova blühten und Francesco Petrarca seine Sonette an Madonna Laura dichtete. Werfen wir einen verstohlenen Blick hinter die Kulissen des Vatikans und die Gepflogenheiten der Mafia ... und während wir mit Signora Donna Leon Venedig mit der Gondel durchstreifen träumt sich Heinrich Heine in den azurblauen Himmel hinauf und schwärmt: 

„Während die Sonne immer schöner und herrlicher aus dem Himmel hervorblühte, wurde es auch in meinem Herzen immer heißer und leuchtender, ich hatte wieder die ganze Brust voll Blumen, und diese sproßten hervor und wuchsen mir gewaltig über den Kopf ... ich war wirklich wie im Traum ... Grillenhaftes Herz! Jetzt bist du ja in Italien - warum tirilierst du nicht? Hier in Italien ist es ja so schön...!" ... ci vediamo, cari amici ... arrivederci e buon divertimento! Eintritt € 15,-

 

 

SONiASonia Grammy-Preisträgerin SONiA gastiert am 5. Mai in der "Rebell(i)schen Studiobühne"„Spirit of Folk"

Sa 05. Mai 2018, 19 Uhr: SONiA disappear fear - Mit der Grammy-nominierten Singer/Songwriterin aus Baltimore (USA) kommt eine musikalische Kosmopolitin nach Offenbach in die „Rebell(i)sche Studiobühne". Ob auf Tournee in Australien, dem Nahen und Mittleren Osten (speziell Israel und Palästina), Ozeanien, USA oder Europa, seit 30 Jahren begeistert die Sängerin/Gitarristin, Mundharmonikaspielerin und Pianistin Sonia Rutstein - wie sie mit bürgerlichem Namen heißt - ein weltweites Publikum mit ihrem beeindruckenden Song-Programm. Auf bislang 18 ausgezeichneten Alben dokumentierte sie ihr Können als Sängerin, Instrumentalistin und Songschreiberin mit poetischen, energiegeladenen, auch politisch engagierten und ausdrucksstarken Liedern. Stilistisch nicht festgelegt, mixt sie Elemente aus Blues, Folk, Americana, Rock, Worldmusic und Pop, singt in Spanisch, Hebräisch, Arabisch und Englisch und erreichte mit ihren Alben eine Auflage von bislang über einer Million verkaufter Einheiten. Auf der Folk Alliance Conference 2017 in Kansas City, USA, wurde SONiA ausgezeichnet als „Spirit of Folk 2017". Im März 2003 trat sie gemeinsam mit Peter Paul & Mary beim „Concert for Peace" in Washington auf und teilte schon die Bühne mit Pete Seeger, Bruce Springsteen, Billy Bragg, Emmylou Harris, Sarah McLachlan, Sheryl Crow und vielen anderen großen Stars. Eine große Persönlichkeit, ein Star ist sie selbst - vornehmlich in der alternativen Folkszene Amerikas.  Eintritt € 15,- (Platzreservierungen siehe oben). Video zu SONiA: https://www.youtube.com/watch?v=f1oYdiyDn2g

 

betreutes Tanzen „betreutes Tanzen" in der Ü-60-Dancehall - Teil 2

Fr 18. Mai 2018, 19 - 22 Uhr: „Falten-Rock & Best Ager-Disco" für Silberlocken und Rentiers. Ob mit oder ohne blaue Wildlederschuhe und rote Pumps: jung gebliebene Senioren aller Altersklassen vereinigen sich zum gemeinsamen Schwofen, Abhotten, rhythmischen Zappeln und Schwingen des Stützstrumpf-Tanzbeins. Auf der Dance-Playlist stehen wieder Rock-Klassiker und Disco-Schüttler der 60er, 70er und 80er Jahre.

Das Silberlocken-Schütteln und Tanzbeinverknoten ist auf eigene Gefahr, aber nicht  umsonst und auch nicht öffentlich, sondern nur für Freunde und geladene/angemeldete Gäste der "Rebell(i)schen Studiobühne & Galerie" (Anmeldungen bitte per E-Mail über volker.rebell@t-online.de). Kostenbeitrag € 10,-

 

welthören  Radio für Connaisseure

So 27. Mai 2018, 19 Uhr: „Welthören" - eine der großartigsten radiophonen Hörwerke, die jemals in Deutschland zum Thema globale Klänge produziert wurden - gemeinsam anhören! Der Anlass: Genau vor 25 Jahren ist der Autor des hoch gelobten Radio-Hörprojektes „Welthören" Hansjörg Schmitthenner gestorben (*20. November 1908 in Colmar, † 26. Mai 1993 in München).

Ausgerüstet mit einem Tonbandgerät, durchquerte der Autor von 1974 bis 1988 die Kontinente und war Tönen, Klängen und Geräuschen auf der Spur.

„Die Welt einmal nicht durch Bilder und Beschreibungen, sondern durch ihre akustischen VerLAUTbarungen als tönendes Ereignis vorzuführen", das war Schmitthenners Anliegen.

„Geräusche von Sümpfen und Wäldern, von Bächen und Meeren, Stimmen von Kontinenten, Ländern, Städten, Menschen und ihren Sprachen. Zustände hörbar machen: Nacht und Dämmerung, Morgenfrühe und Mittag, Stille und Gleichmut, Getöse und Ekstase. Welch ein Erlebnis musste es sein, sich einmal - unabgelenkt von Bildern - der vielstimmigen Musik aus irdischen Geräuschen und Tönen hinzugeben! Vielleicht noch nie Gehörtes oder bis dahin Überhörtes zu entdecken! Vielleicht ganz unerwartet noch einmal und auf eine neu Art hören zu lernen!" (Schmitthenner)

Die Kritik reagierte bei der Ursendung enthusiastisch und sprach von einem „faszinierenden Hörpanorama" (FAZ), einer "akustischen Weltentdeckung".

Dieses Radio-Großprojekt, das von HR, BR und SFB koproduziert wurde, erschien 1990 als Dreifach-CD bei Network (CD 1: Amerika, Afrika | CD 2: Europa | CD 3: Asien, Weltall). Die CD-Box ist inzwischen nicht mehr erhältlich und die Bänder verstauben in den Radioarchiven.
Wer originelle Radiosendungen und Hörspiele schätzt, sollte sich diesen Abend nicht entgehen lassen. Zusammenkommen und mit Gleichgesinnten Radio hören! Motto:

„Das Auge führt den Menschen in die Welt. Das Ohr führt die Welt in die Menschen."

Radio als Wiederentdeckung des Hörens.

Das Radiowerk wird in voller Länge von 3.1/2 Stunden zu hören sein (mit zwei Pausen). Der Hörgenuss dieses legendären Radioereignisses wird sowohl im Sitzen als auch im Liegen ermöglicht. Wer sich beim Hören beschäftigen will, kann Strickzeug mitbringen. Ein Bügelbrett ist vorhanden ;-). Eintritt frei.   mehr lesen ...

 Das "Welthören" ist nur für eine kleine Runde von Radio-Liebhabern geplant. Wer teilnehmen will, möge sich bitte per E-Mail anmelden.

 

Klangcraft

Do 14. Juni 2018, 19 Uhr: Klangcraft feat. Heinz Dieter Sauerborn (hr-Bigband) -

KLANGCRAFT verspricht eine verblüffende Performance, die ihresgleichen sucht. In ihrem Konzertprogramm werden Einflüsse aus Pop und Jazz mit meditativen Worldmusic-Sounds, tanzbaren Clubbeats, Funkriffs und extravaganten Percussionklängen vermischt. Die Band versteht es, auch bei leisesten Passagen stets die Spannung aufrecht zu halten. Die Musik des Quartetts setzt vor allem auf einen starken Bandsound, der jedes Publikum durch seine Dynamik und Einfühlsamkeit begeistert.

HERMANN KOCK gilt als einer der besten und bekanntesten deutschen Drummer und war mit dem weltweit erfolgreichen Jazzgitarristen Michael Sagmeister mehrfach auf Tour. Hermann hat auf seinem Percussion/Drums-Hybridset einen eigenen Stil entwickelt. 

Der Bassist MORITZ GRENZMANN gilt als eines der herausragendsten Talente der deutschen Bass-Szene.

Der Pianist MANUEL SENG hat  Jazz an der Musikhochschule Mainz studiert. Er ist Preisträger des Ibach-Preises und besticht durch sein virtuoses Spiel, sowohl in Klassik als auch im Jazz.

Gastsolist HEINZ DIETER SAUERBORN studierte an der Hochschule für Musik, Köln ist seit 1998 erster Altsaxophonist in der Bigband des Hessischen Rundfunks und wirkte seitdem an allen Produktionen und Tourneen der hr-Bigband mit.

eine Veranstaltung der Rebell(i)schen Studiobühne und der Kulturinitiative JazzSession Of & Amt für Sport- und Kulturmanagement Offenbach, Organisation: Axel Kemper-Moll, Eintritt € 16,-

 

 

Rosen La vie en rose - eine Welt, in der Rosen blühen

Sa 30. Juni 2018, 19 Uhr: „Kiss From A Rose" - das Rebell(i)sche Rosenfest. Rosenlieder, Rosentexte aus der Weltliteratur mit Moritz Stoepel und Volker Rebell, Ausstellung: Rosenbilder von Gunta Saul, Rosen-Design in Textil und Porzellan, etc. Wir singen und rezitieren Loblieder auf die Schönheit der Wildrosen, auf die Pracht der Edelrosen und erfreuen uns an Rosen-Arrangements, Rosen-Bowle, Hagebutten-Tee, Rosenwasser usw. Eintritt € 15,- (Platzreservierungen siehe oben).

 

 

Goitse Goitse Irish Folk der Superklasse

Di 10. Juli 2018, 19 Uhr: Goitse - das mehrfach preisgekrönte junge Quintett aus dem irischen Limerick ist der neue, hell und weithin leuchtende Stern am Himmel des Irish Folk. 2014 begeisterten Goitse bundesweit als Headliner des Irish Folk Festivals, 2015 wurde die Band sowohl bei den Live-Ireland Music Awards als auch bei den Chicago Irish American News mit dem Titel „Trad Group Of The Year" ausgezeichnet. Anfang 2016 gewannen sie die „Freiburger Leiter" als beste Musikgruppe anlässlich der Internationalen Kulturbörse Freiburg. Jeder der fünf war schon mindestens einmal „All Ireland Champion" auf einem - oder gar mehreren - Instrumenten. So erhielt Sängerin und Geigerin Áine McGeeney den Preis als „Best Female Vocalist Of 2016". Nicht minder überzeugen auch ihre männlichen Band-Kollegen: Colm Phelan (Bodhrán, Perkussion, amtierender Weltmeister an der irischen Rahmentrommel), James Harvey (Banjo, Mandoline), Tadhg Ó Meachair (Akkordeon, Piano) und der einzige Nicht-Ire Conal O'Kane aus dem amerikanischen Philadelphia (Gitarre).

Die Band spielt nicht nur traditionelle irische Jigs & Reels, sondern auch eigene Song-Kompositionen, in denen auch Einflüsse anderer Musikkulturen verarbeitet sind, Songs, die mal konzertant, mal ansteckend energetisch und auch mal nach ambitioniertem Pop klingen.

Seit fünf Jahren tourt das Quintett durch die Welt, spielt hierzulande in der Regel nur in größeren Locations wie dem Aschaffenburger Colos-Saal, oder dem Kulturzentrum Kammgarn in Kaiserslautern. Doch die langjährige Freundschaft zu dem Manager von Goitse macht es möglich, dass die international gerühmte Band Goitse ein intimes „Wohnzimmer-Konzert" in der „Rebell(i)schen Studiobühne" gibt.

Übrigens: Goitse, gesprochen „gwitscha", ist eine gälische Begrüßung und heißt auf Deutsch in etwa „Komm her". Das darf durchaus verstanden werden als Aufforderung an alle Kenner hochkarätiger irischer Musik, sich dieses besondere Konzert in kleinem Rahmen und spezieller Atmosphäre - fast wie in einem irischen Pub - nicht entgehen zu lassen. Eintritt € 20,- (Wegen der begrenzten Zahl von Sitzplätzen wird eine Reservierung per E-Mail - über volker.rebell@t-online.de - dringend empfohlen.)

Das Konzert wird für eine spätere Radiosendung aufgezeichnet.

Videos zu Goitse: https://youtu.be/UZjoqEo78dM (Pop-Ballade: "Ye Lovers All")

https://www.youtube.com/watch?v=nt6tBrLgf_U (Irish Folk: "Tall Tales")

 

 

Yellow Submarine  Yellow Submarine vor 50 Jahren siegten John, Paul, George und Ringo über die Blaumiesen

Fr 13. Juli 2018, 19 Uhr: Beatles-Film kucken! Gemeinsam unter Freunden schauen wir uns zum Jubiläum den Animationsfilm "Yellow Submarine" auf der Großleinwand (3x3 Meter) an. Zuvor eine Einführung von Volker Rebell, plus gemeinsames Singen von Songs aus dem Film. Kostenbeitrag € 10,-. Keine öffentliche Veranstaltung. Um Anmeldung per E-Mail über volker.rebell@t-online.de wird gebeten.

Der Zeichentrickfilm Yellow Submarine, dessen Filmpremiere am 17. Juli 1968 gefeiert wurde, gilt als ein bahnbrechendes Meisterwerk der Animationskunst. Angeregt von ausgewählten Beatles-Songs zeichnete das Graphiker-Team um den Düsseldorfer Art Director Heinz Edelmann „ein einmaliges Farbenfeuerwerk voll absurd anarchischem Witz, blühendem Nonsens und stilistisch einflussreichen Einfällen".  Video zum Film: https://www.youtube.com/watch?v=vefJAtG-ZKI |  mehr...

 

  getanzte Leidenschaft und die Euphorie der  Melancholie

Sa 22. September 2018, 19 Uhr: TANGO-Abend mit Ausstellung, Live-Band und Tanz (Programmdetails folgen)

 

 Daniel Helfrich  Musik-Kabarett

 Sa 6. Oktober 2018, 19 Uhr: Daniel Helfrich präsentiert sein aktuelles Programm "Eigentlich bin ich ja Tänzer"

Auch wenn er es in der Tanzschule nicht über den Grundkurs hinaus gebracht hat: eigentlich ist er ja Tänzer. Skurril, geistreich und auch etwas morbid zeigt uns Klavierkabarettist Daniel Helfrich in seinem neuen Programm, dass das ganze Leben ein einziges Tänzeln zwischen Fettnäpfchen und großem Auftritt, zwischen Taktgefühl und Taktlosigkeit, zwischen anmutigem Ballett und wildem Breakdance ist.

Eigentlich ist er ja Tänzer, aber immer wieder kommt etwas dazwischen, was ihn davon abhält, seine Leidenschaft weiter zu verfolgen. So ergründet er am Klavier virtuos und herrlich schräg die schwierigen Fragen der Ernährung einer Hupfdohle, die Entscheidung, ob nun Pommes mit Trüffeln oder doch lieber ein leichter Snack aus dem nächsten Streichelzoo auf dem Speiseplan stehen oder ob das Feingefühl eines Bombenentschärfers schon für die Tanzfläche reicht.

Daniel Helfrich begibt sich mit mal mehr, mal weniger ernst zu nehmenden Texten in Pirouetten und Promenaden von Slow Fox bis Quickstep auf das glatte Parkett des Alltags, um spätestens nach einem Pas-de-deux mit Primaballerdiva Helene Fischer zu dem Schluss zu kommen, dass immer noch der Mann führt. Eigentlich. Und eigentlich ist er ja Tänzer.

 

The Outside Track  The Outside Track pan-keltische Superband

Mo, 15. Oktober 2018, 19 Uhr: THE OUTSIDE TRACK - irisch-keltische Folkmusik der Weltklasse!
Bevor das Quintett als Headliner des Irish Folk Festivals 2018 in der Stadthalle Marburg (am 17.10.) und in der Centralstation Darmstadt (am 18.10.) und in 25 weiteren großen Konzerthallen in Deutschland und der Schweiz (bis 17.11.) auftreten wird, kommt THE OUTSIDE TRACK in die „Rebell(i)sche Studiobühne" zu einem abendfüllenden Konzert in intimer „Wohnzimmer"-Atmosphäre unsrer kleinen Bühne. Das Konzert plus Interview wird für Radiozwecke aufgezeichnet.
Was ist vor allem typisch für THE OUTSIDE TRACK?: Überschäumende Spiellaune, beeindruckende Virtuosität, Stepptanz-Einlagen, eigenwillige Arrangements und eine Sängerin mit einmaliger Stimme.
Was ist an THE OUTSIDE TRACK im Vergleich zu anderen Top-Bands so besonders?: Die Mitglieder kommen aus Irland, Schottland und Kanada. Entsprechend vielfältig sind der Klang und das Repertoire. Die vier jungen Frauen und ein Gitarrist haben einen transatlantischen bzw. pan-keltischen Sound geschaffen, der eine Brücke über keltische Traditionen schlägt. Es ist wie wenn sich drei Flüsse zu einem großen Strom vereinigen, der imposant die Musiklandschaft für sich einnimmt und im Sonnenlicht schimmert.
Alle Bandmitglieder sind begnadet virtuos, und mit Fiddle (Mairi Rankin), Harfe (Ailie Robertson), Akkordeon (Fiona Black), Flute und Gesang (Teresa Horgan) und Gitarre ist die Band reichhaltig instrumentiert. Stark bei Stimme ist die Gruppe auch. Teresa gilt als eine der großen neuen Stimmen Irlands und sie wird durch anmutig klingenden Harmoniegesang ihrer Kolleginnen umrahmt und akzentuiert.
THE OUTSIDE TRACK haben bisher fünf Alben veröffentlicht und damit auf beiden Seiten des Atlantiks einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. In Deutschland wurde das Album „Flash Company" sogar mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik als das beste Folkalbum prämiert!
Und der „Jazz-Papst" des Hessischen Rundfunk Uli Olshausen schrieb über ein Konzert von THE OUTSIDE TRACK in der FAZ: „... Irische Mystik pur!" Eintritt € 20,- (Reservierung per E-Mail über volker.rebell@t-online.de)

Video zu THE OUTSIDE TRACK: https://www.youtube.com/watch?v=9LmTTnEKAZ0

Das Konzert wird für eine spätere Radiosendung aufgezeichnet.

 

Frey Siebert Die Freyheit der Musik

Fr 07. Dezember 2018, 19 Uhr: Matthias Frey und Büdi Siebert - die beiden kongenialen Improvisationskünstler gehen gemeinsam auf eine musikalische Entdeckungsreise in unbekannte Regionen zwischen Romantik und Jazz, Impressionismus und Weltmusik, Intuition und Klangmalerei. 

Matthias Frey und Büdi Siebert blicken auf eine lange Karriere zurück. Matthias Frey gilt als einer der kreativsten deutschen Weltmusiker, gab Konzerte auf fast allen Kontinenten, erntete Preise der deutschen Schallplattenkritik und den Fernsehpreis für seine Arbeit als Filmkomponist. In diesem Metier ist auch Büdi Siebert seit vielen Jahren zuhause, er war Dozent an der Ludwigsburger Filmakademie und komponierte die Musik für viele Filme. Er konzertierte u.a. mit Andreas Vollenweider und Ralf Illenberger in Europa und den USA, war einer der Entdecker und Produzent von BAP und hat 5 Goldene und eine Platin Auszeichnung für seine Arbeit erhalten.

Seit ihrer ersten Zusammenarbeit sind fast 30 Jahre vergangen, unzählige Konzerte haben Frey und Siebert gespielt und waren an vielen gemeinsamen CD-Produktionen beteiligt. Ihre Musik verbindet Welten und Kulturen: so spielten sie mit der tibetischen Sängerin Yunchen Lhamo in Frankfurt für den Dalai Lama und gaben im Opernhaus in Kairo ein Konzert, in dem erstmals christliche und moslemische Sänger gemeinsam auftraten. Ihre Musik ist 100-prozentig improvisiert und klingt dennoch nach bis ins Detail ausgearbeiteten Kompositionen. Ein traumwandlerisches Zusammenspiel mit Musik zwischen Impressionismus, Weltmusik und Jazz. Eintritt € 20,-

 

 

 

Rückschau auf Konzerte in 2017 und 2018

So 29.01.2017 11 Uhr: Neujahrsempfang "Bund Offenbacher Künstler (BOK)" - im Rahmenprogramm Kurzausschnitte aus "Wie ein rollender Stein. Dylan auf Deutsch" - mit Moritz Stoepel und VR.

Di 07.03.2017 19 Uhr: "Aktion starkes Offenbach" - Podiumsdiskussion mit dem Offenbacher Oberbürgermeister Horst Schneider und Kulturdezernent Dr. Felix Schwenke

Do 09.03.2017 19 Uhr: Netzwerk Frauen-für-Offenbach Podiumsdiskussion "Frauen & Erfolg. Wie geht's?" Moderation: Konstanze Schneider

Fr 10.03.2017 20 Uhr: "Woodstock - die Love & Peace-Revue" (unplugged) mit hochkarätiger Besetzung: Jessica Born (Blues-Göttin), Ali Neander, Peter "Osti" Osterwold (Rodgau Monotones), Achim Dürr (Neue Philharmonie Frankfurt, Rocktober), Olaf Mill (Comedian, Flatsch), Fips Schmidt (Glitter Twins), plus weitere Musiker, Bläsergruppe, Sängerinnen, Tänzerinnen.

Sa 25.03.2017 19.30 Uhr: "Frühlingserwachen" - mit Moritz Stoepel (Rezitator, Schauspieler, Musiker). Ein Konzertabend in der Veranstaltungsreihe "Literatur-Salon - Poesie & Musik".

Mi 29.03.2017, 19 Uhr: "Warum wir über den Islam nicht reden können" - Lesung von Sama Maani (österreichischer Schriftsteller und Psychoanalytiker), mit anschließender Diskussion - veranstaltet von "Contre Critique" und dem Asta der UNI Frankfurt. Eintritt frei.

Sa 01.04.2017, 19.30 Uhr: "April! April! - Die Stubbemussik kommt mit Geschwätz und deutschen Liedern" (Der Hit aus Hanaus Szenenkneipe Brückenkopf). Mit Achim Dürr und seinen Stubbemussikern. Mitsingen erwünscht! Eintritt frei (um eine Spende für die Musiker wird gebeten).

Sa 20.05.2017, 19.30 Uhr: "Wie ein rollender Stein. Dylan auf Deutsch" - musikalisch-literarisches Kammerpop-Konzert mit Moritz Stoepel, Christopher Herrmann und VR.

Mo u. Di 12. und 13.06.2017: Bundestreffen und Mitgliederversammlung des Vereins Coachingnetz Wissenschaft

Sa 17.06.2017, 19.00 Uhr: Release-Party zur Veröffentlichung des Mediabooks "Paul McCartney: YESTERDAY & Heute" - am Vorabend des 75. Geburtstags von Paul McCartney. Lesung & Konzert mit VR und Überraschungsgästen. 

Sa 02.09.2017, 19.00 Uhr: Moritz Stoepel: "Die Freiheit ist mein Leben ... mein Traum, mein Lied und Wort - von flammenden Revolutionären, idealistischen Reformern und furchtlosen Rebellen." Soloprogramm von Moritz Stoepel (Schauspieler, Rezitator, Musiker, Sänger) - mit einer speziellen Textauswahl für die "Rebell(i)sche Studiobühne". Ein Literaturtheater-Abend in der Veranstaltungsreihe "Literatur-Salon - Poesie & Musik".

Sa 23.09.2017, 19.00 Uhr: Rich Webb & Band. Der australische Songschreiber und Indiepop/Rock-Sänger stellt sein neues Album vor. Über sein Vorläuferalbum schrieb ein Kritiker: "Ein vielseitiges Album, das mal wie eine Dampferfahrt auf dem Mississippi („Gone Gone Gone"), wie ein Roadmovie („White Dove"), wie eine Ode an die Liebe („Beautiful World") und mal nach schnörkellosem Rock'n'Roll („Dead Bodies") klingt. Der Ex-"The StiffKittens"-Shouter Rich Webb wandelt hier zwischen Blues- und Wüstenrock und überzeugt durch die Intensität der Darbietung".  Als Eindruck, ein Video von Rich Webb und seiner Band: https://www.youtube.com/watch?v=3ekQfSMB0MI - und: https://www.youtube.com/watch?v=SDgteCU9JoM

Rich Webb Rich Webb Band

 

Fr 29.09.2017, 19.00 Uhr: Klangcraft, die großartige Fusion-Gruppe in der Besetzung Hermann Kock (Schlagzeug, Perkussion), Moritz Grenzmann (Bass), Manuel Seng (E-Piano) und Sängerin Judith Erb stellt ihr hochgelobtes Debütalbum vor - eine Mixtur aus Pop und Jazz, meditativen Worldmusic-Elementen, tanzbaren Clubbeats, Funk-Riffs und extravaganten Percussionsounds. Das wird mit Sicherheit ein musikalisch hochklassiges Konzertereignis. Eine Veranstaltung in der Konzertreihe "Jazz und Art-Verwandtes".   / siehe hierzu die Klangcraft-Videos: https://youtu.be/4gZGyBzygYM und https://youtu.be/LHixfWFvlt8 Klangcraft

 

Sa 30.09.2017, 19.00 Uhr: Martin Kolbe & Jean-Pierre von Dach - Mit seinem neuen Gitarrenpartner aus der Schweiz knüpft Martin Kolbe an die große Tradition und Klasse des Gitarrenduos Kolbe-Illenberger an. Wichtigster Unterschied zur instrumentalen Musik von Kolbe-Illenberger: Martin spielt nicht nur virtuos Gitarre, sondern singt auch eigene englischsprachige Texte mit seiner reifen, individuellen Stimme. Aktuelles Album: "Songs From The Inside".  siehe hierzu ein Video von Martin & Jean-Pierre: https://www.youtube.com/watch?v=le-AdeTlUL0

Kolbe / von Dach

 

Fr 03.11.2017, 19 Uhr: "Cellosophie" - Wunder-Cellist, Multiinstrumentalist und Cello-Philosoph Christopher Herrmann stelt sein neues Album "Cellosophie" erstmalig live vor. Den Besucher erwartet ein musikalisch hochkarätiges, mannigfaltiges Solokonzert mit Lyrik-Rezitation. Ein Gedicht!

 

Sa 21.10.2017, 19 Uhr: Themenabend auf zwei Etagen: Ausstellung | Literatur-Theater | Konzert. Thema: "Clowns - zwischen Licht und Schatten". Zu den Bildern der Fotokünstlerin Frau Eva ließ sich der Schauspieler und Sänger Moritz Stoepel inspirieren und wählte aus der Weltliteratur Texte und Lieder aus, die zum Thema "Clowns" passen. Begleitet wird Moritz Stoepel bei seiner musikalischen Literaturtheater-Performance vom Cellisten und Multiinstrumentalisten Christopher Herrmann. Mehr zur Ausstellung von Künstlerin Frau Eva, siehe: https://fraueva.jimdo.com/.  Die Ausstellung  findet im neuen Galerieraum statt. 

Frau Eva Frau Eva

 

Sa 18.11.2017, 19.00 Uhr: Kick La Luna Quintett - Radiokonzert: Tanze aus der Reihe - 25 Jahre female world music - Besetzung: Elke Voltz | Uli Pfeifer | Christiane Sattler | Anne Breick | Angela Frontera. Jubiläumsprogramm mit Songs aus ihren bislang 10 CDs, darunter der aktuellen CD „sommer unterm mond". Seit 25 Jahren „wirbelt die Frauenband Kick La Luna (<Die aus der Reihe tanzen>) durch die Welt. Ein Ende ist nicht in Sicht" (FAZ). Zu meiner großen Freude wirbeln die Kicks nach ihren ausverkauften Jubiläumskonzerten in Frankfurt (Brotfabrik) und Tübingen auch über die Bretter der Studiobühne.  Was erwartet uns? siehe: das Video von Kick La Luna: https://www.youtube.com/watch?v=O3eGZ3qt0TM

mehr lesen über Kick La Luna

 

Sa 25.11.17, 19 Uhr: Pop & Comedy mit der illustren Truppe „Stubbemussik" aus Hanau und Frankfurt, mit den Frontleuten Achim Dürr (bekannt von der Woodstock-Love&Peace-Revue und der Neuen Philharmonie Frankfurt) und Olaf Mill (bekannt von Flatsch! usw.) Im kunterbunten Programm finden und verlieren sich schrullige Schlager, komische Cover-Versionen, komödiantische Kunststücke der verbalen Art und grottenschlechte Gassenhauer. Mitsingen erwünscht!

 

Achtung: Christian Blees ist an einem grippalen Infekt erkrankt. Die Stimme ist weg. In seinem aktuellen gesundheitlichen Zustand ist ihm eine Anreise von Berlin nach Offenbach nicht zuzumuten. Deshalb muss sein Laurel & Hardy-Abend leider abgesagt werden. Wir bemühen uns aber, einen neuen Termin zu finden.

Sa 02.12.2017, 19 Uhr: "Laurel & Hardy-Abend" - eine kommentierte Vorführung von Kurzfilmen des berühmtesten Komikerduos der Kinogeschichte Stan Laurel und Oliver Hardy, unterhaltsam und fachkundig präsentiert von Christian Blees, Berlin (Kulturjournalist, Hörbuchmacher und Autor des ersten original deutschsprachigen Buches über Laurel & Hardy). Es darf und wird sicher viel gelacht werden.  

 

Sa 09.12.2017, 19.00 Uhr: "Heine lebt" - Lieder & Lyrik zum 220. Geburtstag von Heinrich Heine - mit Moritz Stoepel (Rezitator, Schauspieler, Musiker), und Volker Rebell (Rezitation, Gesang, Gitarre). Ein Konzertabend in der Reihe "Literatur-Salon - Poesie & Musik".  

 

So 10.12.2017, 18 Uhr: "Why nachts, Mann?" - WERNER REINKE liest ... merkwürdige Geschichten zum 2. Advent - musikalisch begleitet vom Jazz/Weltmusik-Pianisten und Filmmusik-Komponisten Matthias Frey und vom Super-Cellisten und Multiinstrumentalisten Christopher Herrmann. Der Kult-Moderator des Hessischen Rundfunks (von der Jury des Grimme-Instituts zum besten Radio-Moderator 2012 gekürt und aktueller Preisträger des Hessischen Journalistenpreises 2017), der sich live außerhalb seine Radiostudios äußerst rar macht, gibt sich die Ehre - aus alter Freundschaft zum Gastgeber der "Rebell(i)schen Studiobühne" - in unserer kleinen Studiobühne einen seiner seltenen Auftritte zu zelebrieren. Diese Gelegenheit, die Radiolegende Werner Reinke live und hautnah zu erleben, wird es so schnell nicht wieder geben.

 

Fr 15.12.2017, 19 Uhr: "Türzueszieht" - ein launiges Popquartett mit eigenen und fremden Songs zwischen Comedy, Good-Time-Rock und schrägem Humor. Markenzeichen: Sänger/Entertainer/Comedian Olaf Mill (Flatsch u.a.), Karsten Kutscher (Gitarren aller Art), Tony Clark (Sitar, Git., Bass, Flöten), Peter Koch (Percussion). Bei Songs wie "Nagelpilz", "Morgenblues", "Cayman" bleibt kein Auge trocken und keine Pointe ohne Treffer. Die Gruppe "Türzueszieht" bezeichnet ihren musikalischen Stil als "Weltmusik-Comedy". Die deutsche Fassung von "Stairway To Heaven" kann man sich ansehen und anhören - hier: https://www.youtube.com/watch?v=gD06GZxm0zM.  

 

Fr 22.12.2017, 19.00 Uhr. Moritz Stoepel: "Stille Nacht allerseits" - ein "himmlisch"-literarisches Vor-Weihnachtsspiel in Szenen, Gedichten, Geschichten und Chansons - von und mit Moritz Stoepel (Rezitator, Schauspieler, Musiker, Sänger). Ein Literaturtheater-Abend in der Reihe "Literatur-Salon - Poesie & Musik". 


Jazz, Soul, Blues, Rock

Sa 13. Januar 2018, 19.00 Uhr: Jessica Born & Glen Turner, Gitarre + Gabriel Groh, Piano + Matthias Ladewig, Drums

Jessica Borns Begleitgitarrist Tony Osanah, der ursprünglich als Duopartner angekündigt war, musste seine Beteiligung am Konzert leider absagen, weil er aus persönlichen Gründen kurzfristig in seine südamerikanische Heimat zurückkehren muss. Deshalb wird Jessica Born nun von dem Gitarristen Glen Turner, dem Pianisten Gabriel Groh und dem Schlagzeuger Matthias Ladewig begleitet. Jessica Born, „die deutsche Janis Joplin" - die jedenfalls vergleichbar stimmgewaltige und expressive Rock-, Soul-, Blues- und Jazzsängerin - präsentiert in Quartett-Besetzung eine Mixtur aus Jazz, Blues, Soul, Rock und Chanson.

Jessica Born wurde von der Presse als „charismatische Sängerin", „Powerfrau und Energiebündel" gefeiert. Sie sei „leidenschaftlich, mitreißend und von packender Bühnenpräsenz".

Glen Turner aus Sheffield gilt als enorm vielseitiger Gitarrist und Sänger. Seine Karriere begann mit 16 Jahren als er Gitarrist der Band The Reflections war, die von Mitgliedern der Begleitband von Joe Cocker gegründet worden war. Später war er der Gitarrist in der Londoner Aufführung des Musicals „Tommy" von The Who. Nach mehreren Jahren als Studio- und Session-Musiker in Nashville kam er nach Deutschland, wo er sich u.a. der Beatles Revival Band anschloss. Heute spielt er in verschiedenen Bands und unterrichtet Blues-Gitarre.

Gabriel Groh arbeitet als Pianist und Sänger im Stilbereich Soul, Pop, Jazz mit verschiedenen Bands, darunter seine eigene Show- und Gala-Band Croove Connect.

Matthias Ladewig ist als Schlagzeuger und Taktgeber ein gesuchter Studiomusiker und Live-Drummer auf Tourneen bekannter Bands und Showformationen wie z.B. Groove Connect.

 

Sa 20. Januar 2018 , 19 Uhr: "Talking Drums" - Mani Neumeier  & Etsuko - Radiokonzert: „TALKING DRUMS - Das freie Spiel im Rhythmus des Lebens" - Er ist ein Urgestein des Krautrock, legendärer Kopf, Schlagzeuger, Sänger von Guru Guru, der dienstältesten und nach wie vor aktiven deutschen Rockgruppe, stellt sein neues Soloprogramm vor - unterstützt von seiner japanischen Frau Etsuko - mit Ausschnitten aus seinen beiden neuen CD-Produktionen „Talking Drums" und „Listen To The Rainbow" und mit Erinnerungen an frühere Konzert-Programme, Alben und berühmte Stücke wie „Geometrie des Klangs", „Terra Amphibia", „Tiere der Nacht", „Elektrolurch".

Rhythmus ist als elementare Kraft überall, so lautet die Botschaft der Perkussionisten-Legende Mani. Deshalb lässt er „Wassertropfen kullern, Pingpong-Bälle in Klangschalen kreisen oder Trommeln grollen wie dräuendes Gewitter" (Mannheimer Morgen). Eine Performance der außergewöhnlichen Art erwartet uns: klangfantasievoll, spielerisch perkussiv und komödiantisch.

Er ist eine der großen Musikerpersönlichkeiten der deutschen Rockszene, (Groß)Vaterfigur des Krautrock, Altmeister des progressiven Schlagwerks, der erste Drummer, der Freejazz, Rockpower, Ethnogrooves, Naturperkussion und Showperformance in seinem Spiel der Trommelstöcke rhythmisch vereint hat - Ladies and Gentleman: Mani Neumeier gastiert am 20.01.2018. in der „Rebell(i)schen Studiobühne". Interview mit Mani. mehr lesen über Mani Neumeier

 

zwischen Liedermacher-Kunst und Jazz - dies war jedenfalls geplant und angekündigt

Sa. 17. Februar 2018, 19.00 Uhr: Jürgen Schwab, Gitarrist, Sänger Songschreiber/Liedermacher der Extraklasse (außerdem Buchautor und Jazz-Redakteur/Moderator in hr2) präsentiert Lieder seines aktuellen Albums „Luftschlösser und andere Immobilien" - „ein Album auf musikalisch und textlich gleichermaßen hohem Niveau" (Magazin Folker). „Jürgen Schwab bringt dem deutschsprachigen Liedgut den Anspruch zurück, auch wegen seines filigranen Gitarrenspiels" (Musiker Magazin). . Video zu Jürgen Schwab: https://www.youtube.com/watch?v=S3zA7i5woSA   mehr lesen über Jürgen Schwab  Das Konzert musste krankheitsbedingt leider abgesagt werden. Für den erkrankten Jürgen Schwab sprang der Schauspieler und Musiker Moritz Stoepel ein und präsentierte sein Programm "To Be Or Not To Be". Weil auch Moritz Stoepel gehandicapt war - er hatte sich kurz zuvor die linke Hand gebrochen und konnte deshalb nicht Gitarre spielen, wurde er gitarristisch unterstützt vom Gastgeber VR.

 

eine Musikreise durch Amerikas Westen

Sa 10. März 2018, 19 Uhr: Klaus Adamaschek & Shiregreen: „Sechs Monde im Westen der USA" - Bilderkonzert, Reisebericht, Live-Musik. Amerika im Spiegel der Lieder eines hörenswerten deutschen Singer/Songwriters. Das Bilderkonzert „Sechs Monde im Westen der USA"  ist in seiner Art etwas völlig Neues. 600 faszinierende Photos auf Großleinwand, viele spannende Geschichten und 16 Lieder live auf der Bühne nehmen den Zuschauer mit auf eine musikalische Traumreise durch den Westen der USA. . Video: Shiregreen spielt live in einem Nationalpark bei Amarillo, Texas: https://www.youtube.com/watch?v=Q6qJf-MBt8o

 

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  Orientalischer Abend
Fr 16. März 2018, 19 Uhr: "Hanans Diwan" - ein Abend mit Tanz, Poesie, Musik und Kulinarik aus dem Orient. Mit: Bauchtanz-Künstlerin Hanan Kadur; Poesie und Fantasien aus Tausendundeiner Nacht, rezitiert von Volker Rebell; orientalische Live-Musik von Adil Demirtaş (Oud), Mehmet Yolaç (Kanun) und Kuday Şahinalp (Ney) von der Frankfurter "Grup Naturel Sesler" ; türkisch-orientalisches Büffet. . mehr lesen...
Video zu Hanan Kadur: https://www.youtube.com/watch?v=ql0Dy_Rfw5A / Video zu "Grup Naturel Sesler": https://www.youtube.com/watch?v=QrnGblHYjkE

 


So 18. März 2018, 19 Uhr: Andi Kissenbecks "Club Boogaloo"

Wer Jazz mit reichlich Orgel und noch mehr Groove mag, ist im „Club Boogaloo" genau richtig. Dieses von der Kritik gefeierte Quintett swingt und funkt sich ohne Umwege zurück in die Zukunft. Hammond-B3-Organist & Bandleader Andi Kissenbeck und seine versierten Mitstreiter spielen zu aufregenden Funk-, R&B-, und Latin-Rhythmen. So hip wie gekonnt, spielen diese jungen Meister mit den Traditionen - auf bisher zwei umjubelten Alben und unzähligen Live-Auftritten. Welcome to the Club! 

„Ein verschwenderisch gut ausgestattetes Quartett" (Jazzthetik 10/08):
Andi Kissenbeck (org), Torsten Goods (git/voc), Karel Ruzicka JR (sax), Tobias Backhaus(dr)

Feat. Karel Ruzicka JR (USA/ NY). Er spielte mit George Benson, Mike Stern, Bob Mintzer, Arturo Sandoval, Ben E. King, Jeff "Tain" Watts, Fred Wesley, Nominierung Czech Grammy, (weitere Infos folgen) - Video zu Andi Kissenbecks "Club Boogaloo": https://www.youtube.com/watch?v=om428fi43JA

eine Veranstaltung der Rebell(i)schen Studiobühne und der Kulturinitiative JazzSession Of & Amt für Sport- und Kulturmanagement Offenbach, Organisation: Axel Kemper-Moll -  . mehr lesen...

 

 

 ZUSATZINFOS zu den auftretenden/aufgetretenen Künstlern

Kick La Luna - vier Frauen, hervorragende Instrumentalistinnen und großartige Sängerinnen überzeugen mit ihrer weltoffenen, seelentiefen und himmelhoch begeisternden Globalpop-Musik.

Seit 1992 tourt die Band durch die Lande und hat inzwischen 10 CDs veröffentlicht. Der typische Stil von Kick La Luna, ethnische Folkpop-Themen mit jazzigem Funk-Bass, ausdrucksstarker Soul-Stimme und perfektem Satzgesang zu verbinden, wird oft durch brasilianische Rhythmik und Latin-Feeling erweitert.

Die selbstbewusste Globalpop-Gruppe Kick La Luna hat sich im Laufe der 25-jährigen Band-Geschichte eine Ausnahmestellung in der deutschen Popszene erspielt. Weltmusikalische Elemente mit einem Singer/Songwriter-Stil zu verschmelzen, ganz bewusst mit Perkussion und tänzelnden Latin-Grooves und nicht einem Rock-Schlagzeug zu grundieren, mit akustischen Resonanzgitarren statt elektrischen Brettgitarren zu spielen und das alles mit einer Gesangsqualität zu krönen, die ihresgleichen sucht, so etwas hatte man vor 1992 hierzulande noch nicht gehört und wird es auch heute kaum in vergleichbarer Güte finden. Und immer wieder verblüffend zu erleben, wie es den Musikerinnen gelingt, mit ihrer handgemachten und vornehmlich akustischen Musik im Konzert eine mitreißende Energie zu erzeugen, die nicht selten einer ausgelassenen Tanzparty ähnelt.

Soviel Spielfreude, Musikalität und ethnische Vielfalt ist hierzulande kaum woanders zu hören.

Erst recht nicht diese Individualität und Qualität ihrer selbstverfassten Lieder:

Songs aus Soul und Seide, Wunderwerke an inspirierter, intelligenter Popkunst. Man hört jazzig-funkige Bass-Melodien, Rhythmen, die akzentuiert grooven, aber doch lässig beschwingt und lebendig tänzeln. Darüber der seelenvolle und expressive Solo-Gesang in Abwechslung mit wohl austarierten, oft geradezu hymnisch schwebenden Chorsätzen, all das kann sensiblen Gemütern die Tränen der Ergriffenheit und Begeisterung in die Augen treiben.

Das sind wunderbare Song-Geschenke für Herz, Bewusstsein und Seele jedes Zuhörers.

Immer wieder faszinieren in Konzerten ihre musikalisch reich verzierten, intensiven Stimmungsbilder, stilistisch abwechslungsreich: von brillant gesungenen a-cappella-Chören über hüfteschwingenden Ethno-Soul und intelligent animierenden Edel-Pop mit Sommerhit-Potenzial bis zur intimen Latinjazz-Ballade, geographisch angesiedelt ­- was die Musikthemen angeht - von Westafrika und Südamerika über Neuseeland bis nach Polynesien - welche deutsche Band hat eine solche Universalität auf vergleichbarem Niveau zu bieten?

Wer CDs und Konzerte von Kick La Luna versäumen sollte, hat die Chance verpasst, sich einen Zugewinn an Freude zu gönnen.

Auch wenn's kitschig und zu überschwänglich klingen sollte: Kick La Luna machen Musik für eine bessere Welt. Ihre Songs strahlen eine ungemein positive Energie aus, knipsen an und machen glücklich. Punkt!

Und das auch am 18.11.2017 (ab 19 Uhr) in der „Rebell(i)schen Studiobühne & Galerie" im Jubiläums-Konzert „25 Jahre Kick La Luna - Female World Music" mit Elke Voltz, Gesang, Gitarre - Uli Pfeiffer, Bass, Gesang - Anne Breick, Perkussion, Gesang  und Christiane Sattler, Keyboards.

Kein Zweifel: es wird ein fantastisches Fest mit der Musik von Kick La Luna - in der „Rebell(i)schen Studiobühne & Galerie" am Samstag 18.11.17, 19 Uhr, in Offenbach, Bieberer Str.145A Hinterhaus..

   

 

Jürgen Schwab am 17.02.18, 19 Uhr in der "Rebell(i)schen Studiobüune".

2010 erschien die CD „heute noch", Jürgen Schwabs Debüt als Liedermacher. Davor hatte er sich vor allem im Jazzbereich einen Namen gemacht: als Gitarrist von Szenegrößen wie Emil Mangelsdorff, Günter Lenz oder Thomas Cremer, als Hörfunkjournalist und Jazz-Redakteur für den Hessischen Rundfunk, als promovierter Musikwissenschaftler/Hochschuldozent und als Buchautor („Die Gitarre im Jazz" und „Der Frankfurt Sound").

Liedermacher und Jazzgitarrist - wie diese scheinbar unvereinbaren Genres zusammenpassen, macht Jürgen Schwab in seinem Lied „In diesem Augenblick" hörbar, einer Liebeserklärung an den Jazz.

„So long, Fritz", ein anderer Titel des Albums „Luftschlösser und andere Immobilien", wurde kurz nach Erscheinen von der Liederbestenliste für die Empfehlung Lied des Monats Februar 2014 nominiert. „Ein kleines Stück Gänsehautmusik", heißt es in der Begründung und, „Jürgen Schwab gelingt ein Nachruf, wie es kaum je einen gab."

Dieser Nachruf gilt dem 2013 verstorbenen legendären Konzertveranstalter Fritz Rau, den Schwab seit 2006 als Gitarrist und Sänger bei seinen Lesereisen durch Deutschland begleitet hatte. Und Rau, der von Oscar Peterson über Jimi Hendrix bis Madonna die größten Stars aus Jazz, Rock und Pop nach Deutschland geholt hatte, adelt seinen Freund und „musikalischen Direktor" mit diesen Worten: „Ich kenne keinen Künstler, der so detailmeisterlich Brücken schlägt vom Jazz zu Blues und von Pop zu Chanson, und der dabei so glaubwürdig und eigenständig ist." Dem stimmt die Konzertrezensentin der Aalener Nachrichten zu: „Man mag sich an Reinhard Mey erinnert fühlen. Und doch ist Jürgen Schwab unverwechselbar er selbst und ganz bei sich."

Sein Kopf gehört dem Jazz, doch sein Herz schlägt für die Liedermacherei

Den promovierten Musikwissenschaftler Jürgen Schwab kennt man eigentlich als Jazz-Experten, schließlich schrieb er zwei Referenz-Bücher in Sachen Jazz, das Kompendium „Der Frankfurt Sound - eine Stadt und ihre Jazz-Geschichten" (2004), außerdem das Standardwerk „Die Gitarre im Jazz" (1998). 1993 studierte er selbst Jazz-Gitarre am Berklee College of Music in Boston, schloss mit der Graduierung „summa cum laude" ab und spielte später als Gitarrist mit Jazzgrößen wie Emil Mangelsdorff oder Günter Lenz zusammen. Seit Jahren gestaltet er Jazz-Sendungen für hr2-Kultur und ist Dozent für Jazz-Geschichte und Jazzgitarre an verschiedenen Hochschulen.

2010 überraschte er mit der Veröffentlichung von selbstverfassten deutschsprachigen Liedern im Album „Heute noch", dem Ende 2013 sein zweites Album im Liedermacher-Stil „Luftschlösser und andere Immobilien" folgte. Am 17. Februar wird Jürgen Schwab mit einer Auswahl seiner kunstvollen Lieder in der „Rebell(i)schen Studiobühne" seines früheren hr-Kollegen Volker Rebell gastieren.

Jürgen Schwab stellte sich unseren Fragen.

1. Frage: Wie passen für Sie Theorie und Praxis, also Musikjournalismus im Radio auf der einen und das selbst Musik machen auf der anderen Seite zusammen?

Antwort Jürgen Schwab: Die ergänzen sich eigentlich ganz wunderbar. Ich sehe den Musikjournalismus im Radio übrigens auch gar nicht als etwas Theoretisches an. Vielmehr schlüpfe ich da in die Rolle des neugierigen Hörers, vertiefe mich in ein musikalisches Thema, einen bestimmten Künstler und versuche dann den Radiohörern zu vermitteln, was mich daran interessiert und begeistert. Beim Erfassen und Einordnen dessen, was da musikalisch abgeht, hilft mir natürlich mein Background als Musikwissenschaftler und Musiker, aber beim Reden darüber stehen Fachbegriffe ja wieder im Weg, weil sie Barrieren aufbauen und das Ganze trocken und akademisch erscheinen lassen. Dabei geht es doch bei Musik an erster Stelle darum, sich sinnlich und emotional auf sie einzulassen. Das versuche ich ja auch, wenn ich selber singe und Gitarre spiele.

2. Frage: Sie sind von Beruf Jazzredakteur und arbeiten mit der hr-Bigband zusammen. Als Musiker, Sänger/Gitarrist spielen Sie aber deutschsprachige Lieder vergleichbar dem Stil von Reinhard Mey. Wie bekommen Sie ambitionierten Jazz und herkömmliche Liedermacherei unter einen Hut?

Antwort Jürgen Schwab: Eigentlich völlig problemlos, auch wenn das vielen Leuten seltsam vorkommen dürfte. Ich gebe zu, dass es eine ungewöhnliche Kombination ist, weil die Schnittmenge zwischen Jazz- und Liedermacherfans doch recht klein ist. Für mich sind das aber nur unterschiedliche Ausdruckformen, die ich beide mag. Ich versuche sie in meinen Liedern auch beide miteinander zu verbinden. Es geht ja darum, Text und Musik so miteinander zu kombinieren, dass sie sich gegenseitig verstärken. Da passt durchaus auch mal einen Jazzakkord oder ein improvisiertes Gitarrensolo.

3. Frage: Als Musikjournalist beim Hessischen Rundfunk sind Sie seit 2016 einer der Programmmacher des Deutschen Jazzfestivals. Ist das ein schwierige Aufgabe?

Antwort Jürgen Schwab: Das ist in der Tat eine große, aber sehr reizvolle Herausforderung, mit der ich zum Glück nicht allein dastehe. Claus Gnichwitz, Festivalleiter Olaf Stötzler und ich bilden das Triumvirat, dass die Künstler für das Festival auswählt. Dabei geht es uns immer darum, die Breite der nationalen und internationalen Szene abzubilden, interessante Trends aufzuspüren und vor allem großartige Musik zu präsentieren. Der Mix aus Newcomern und etablierten Stars und die Dramaturgie der einzelnen Abende muss stimmen, damit das Publikums diesem traditionsreichen Festival - es ist ja das älteste weltweit - weiter treu bleibt. Bisher ist uns das ganz gut gelungen. Das Festival findet wie immer in der letzten Oktoberwoche statt und wird wie auch in den letzten beiden Jahren mit einem Konzert in der Alten Oper eröffnet. Dort feiern wir Albert Mangelsdorff, der im September 90 Jahre alt geworden wäre.

4. Frage: Einige Jahre lang haben Sie den im August 2013 verstorbenen Konzert-Impresario Fritz Rau auf seinen Vortragsreisen und Lesungen als Gitarrist begleitet und ihm später zwei eigene Lieder gewidmet. Welche Erinnerungen an die Zusammenarbeit mit Fritz Rau sind Ihnen besonders stark im Gedächtnis geblieben?

Antwort Jürgen Schwab: Fritz Rau war ein ganz besonderer Mensch, der unglaublich viel zu erzählen hatte von seinen Begegnungen mit den größten Künstlern aus Jazz, Blues, Rock und Entertainment. Bei unseren vielen Fahrten kam es immer mal wieder vor, dass einer davon sich telefonisch bei ihm meldete. "Mein Udo!", "Mein Peter!", begrüßte Fritz dann erfreut und zufrieden den Anrufer, wenn z.B. Udo Lindenberg oder Peter Maffay anrief. Das zeigt nicht nur sein herzliches Verhältnis zu vielen Künstlern, es zeigt auch, wie gut er darin war, Nähe herzustellen und Menschen für sich einzunehmen. Er konnte jedem das Gefühl geben, Teil einer verschworenen Gemeinschaft zu sein. Und er war der Pate, wie ja Mick Jagger auch mal gesagt hat.

5. Frage: Was können die Konzertbesucher am 17. Februar in der „Rebell(i)schen Studiobühne" von Ihrem Auftritt erwarten?

Antwort Jürgen Schwab: Ein kleines feines Liedermacherkonzert mit Gesang und Gitarre. Manche fühlen sich an Reinhard Mey erinnert, wenn sie mich hören, aber da gibt's noch viel mehr Einflüsse in meiner Musik, z.B. aus Jazz, Blues und Pop. Wer Lust darauf hat, sich nicht nur berieseln, sondern auch berühren zu lassen, der ist goldrichtig.

 

 

 

TROMMEL-MANI(E) - Mani Neumeiers Solokonzert am 20.01.2018 in der „Rebell(i)schen Studiobühne"                                                            

Welche Band in Deutschland kann, erstens, auf eine bald 50-jährige Geschichte zurückblicken, kann, zweitens, auf eine musikalische Praxis verweisen, die nichts mit peinlichem Retrosound und Aufguss alter Hits zu tun hat, sondern den Herausforderungen der Jetztzeit musikalisch begegnet - und vermag es, drittens, mit immer wieder kreativen CDs und Auftritten sich an vorderster Front der eigenwilligen und unverwechselbaren Bands zu behaupten. Es gibt nur eine Gruppe in Deutschland, die alle drei Kriterien erfüllt: Guru Guru mit dem Urgestein im Zentrum: Schlagwerk-Guru Mani Neumeier. Zur musikalischen Frischzellenkur des inzwischen fast 77-jährigen Perkussions-Maniac Mani zählen seine verschiedenen Nebengruppen - und schließlich sein privates Klangkaleidoskop und Soloprojekt Terra Amphibia, eine Soundcollage aus Naturgeräuschen, Ambient-Atmosphären und Weltmusik-Grooves.

In Japan, wo man ihm besondere Wertschätzung entgegenbringt und ihn als wächserne Reproduktion ins Tokioter Wachsfiguren-Museum neben Jimi Hendrix gestellt hat, gilt Mani als Inbegriff des Kraut-Rock. Mani Neumeier, der „German Kraut - Superstar", ist „Big In Japan".

Seine erste Rhythmus-Schule war eine Lehre als Spengler. Seitdem klopft und klöppelt er sich mit Mani-scher Perkussion und Präzision durchs Leben und erspielte sich den Ruf, einer der individuellsten, kreativsten und vielseitigsten Schlagwerker Europas zu sein.

In den rund 60 Jahren seiner persönlichen Musikergeschichte hat er stilistisch fast alles getrommelt, was man unter dem weiten Mantel der populären Musik mit Trommelstöcken und rhythmischen Händen bearbeiten kann, von Freejazz bis Popsongs, von lärmendem Powerrock bis zu leisen Ambient-Klängen, von Elektronik bis Tango und Calypso, von Krautrock bis Weltmusik, von strukturiertem Kreativ-Chaos bis imaginativen Sound-Tableaus. Ein Grund für diese chamäleonartige Bandbreite ist weniger ein ruheloser Suchtrieb, als vielmehr ein universelles Interesse an Musik und eine vielseitige Begabung.

Mani Neumeier wurde am 31.12.1940 in München geboren, zog als 13-jähriger mit seiner Familie nach Zürich und begann dort seine Musikerlaufbahn. Ab 1964 spielte er Jazz und improvisierte Musik mit dem Irene Schweizer Trio, gefolgt von Freejazz-Aktivitäten mit dem Manfred Schoof-Quintett, mit Alexander von Schlippenbach und Peter Brötzmann. Er machte Aufnahmen mit dem Globe Unity Orchestra, mit Wolfgang Dauner, Champion Jack Dupree, George Gruntz, Yusef Lateef und Philly Joe Jones. Auch mit John Mc Laughlin spielte er mehrmals zusammen, unmittelbar bevor McLaughlin bei Miles Davis und mit dem Mahavishnu Orchestra zum Weltstar im Jazzrock aufstieg. Der Jazzpapst Joachim Ernst Berendt lobte ihn damals als „größte rhythmische Begabung des deutschen Freejazz". Doch 1968 schlug Mani ein neues musikalisches Kapitel auf. Gemeinsam mit dem Bassisten Uli Trepte gründete er die Free-Rock-Gruppe Guru Guru. Live-Premiere feierte das anfängliche Trio im August 1968 auf dem Heidelberger „Holy Hill". Im September '68 folgten dann zwei große Auftritte, zum einen gemeinsam mit Tangerine Dream und Amon Düül bei dem Festival „Deutschland erwacht - Popmusik aus deutschen Landen" und, wenige Tage später, in der Essener Grugahalle anlässlich der „Internationalen Essener Songtage". Damit hatte sich Guru Guru etabliert und in Deutschland einen Namen gemacht.

Dass sich Mani damals vom Jazz ab und dem Pop/Rock zuwandte, das begründete er so: sein Sinneswandel sei gekommen, als er gemerkt habe, dass die „ganzen jungen Zähne in den Beatschuppen verschwunden" seien und den Jazzern „nur der kalte Kaffee von gestern übrig geblieben" sei. „Frauen mögen keinen Jazz. Also spiele ich jetzt Rock'n'Roll." Eine nicht minder wichtige Antriebsfeder war seine „Lust am elektrischen Sound" und seine Begeisterung für den psychedelischen Rock eines Jimi Hendrix. Im Jahre 1967 konnte man über Mani Neumeier und seine Inspirationsquellen als Schlagzeuger zum ersten Mal im Magazin Sounds Erhellendes lesen: „Alles, was täglich um mich herum raschelt, klingelt, knattert, quietscht, pfeift, rauscht, tröpfelt, poltert, kollert, schmatzt, flirrt, hämmert, brutzelt, schnarrt und IST". Sein Musiker-Kollege Hans Reffert schrieb 2001, Mani Neumeiers Lebens- und Trommel-Philosophie sei im Grunde sehr einfach. Für ihn seien „alle verfügbaren Klänge des Universums Musik: Geräusche, Dschungel-Töne, Fabrik-Klänge, Volksmusik, Jazz, Rock'n'Roll, Maschinen-Beats, serielle Musik - eine unendliche Sound-Kollage". Das gilt bis heute.

 

Bei der Tournee der „Deutschen Rockhelden" im Jahre 2006, die ich organisieren und begleiten durfte, erlebte ich Mani Neumeier jeden Abend (an der Seite von Anne Haigis, Helmut Hattler, Ingo Bischof, Ali Neander und Andreas Neubauer) gleichermaßen als clownesken Musik-Entertainer wie als individuellen Trommel-Artisten und vom Publikum hochgeschätzte Persönlichkeit der deutschen Rock-Geschichte. Sein Schlagzeug- und Percussion-Solo gehörte immer zu den frenetisch bejubelten Höhepunkten des Konzertes. Vor allem seine Show-Einlage als Mischung aus Knecht Ruprecht und Rumpelstilz mit großem Sack über der Schulter löste stets Heiterkeit aus, wenn Mani seinen Sack mit dem Spruch „Suck it to me" auf die Bühne entleerte. Blechschüsseln aller Größen purzelten dann auf den Bühnenboden und alle Köpfe der Zuschauer reckten sich, um verfolgen zu können, wie Meister Mani sein blechernes Schüssel- und Saucieren-Orchester klöppelnd bearbeitete und zu Höchstleistungen führte, was Tonvarianten der Blechnäpfe, Sprunghöhen der Saucieren und Rhythmen der rasenden Trommelstöcke anging.

Ganz ähnliches erwartet die Konzertbesucher auch am Samstag dem 20.01.2018 (ab 19 Uhr) in der „Rebell(i)schen Studiobühne & Galerie" in Offenbach (Bieberer Str. 145A Hinterhaus).

Fragen an Mani Neumeier - 2. Januar 2018

1. Das „Finki"-Festival, das legendäre, alljährlich stattfindende Rock-Festival in Finkenbach, Odenwald, hast Du mit Deiner Band Guru Guru ins Leben gerufen und lange Jahre mitorganisiert. Auch heute noch gehörst Du mit Guru Guru zu den Headlinern des Festivals und bist Moderator und Spiritus Rector des Finki-Festivals. Neben dem Burg Herzberg-Festival gilt das Finki als das letzte große Hippie-Festival in Deutschland, in dem die Ideale von „Love and Peace" alljährlich gefeiert werden. Diese großen Ideale kommen ja immer wieder unter die Räder, gerade jetzt in Zeiten von Kriegen, Terror und weltweiten Flüchtlingsströmen. Was treibt euch an, trotz aller Rückschläge und Widerstände immer noch an die Ziele der Blumenkinder zu glauben?

Mani Neumeier: Die Ziele der Blumenkinder sind doch auch die aller Menschen, die vernünftig denken, harmonisch und im Einklang mit der Natur leben wollen, ohne Kriege, Gier, Hass. „Love and Peace" das hat doch nichts mit Nostalgie und Hippietum zu tun. Das brauchen wir alle, mehr denn je, egal ob Christen, Buddhisten, Muslime, Juden, Hindus, Heiden, Gläubige, Ungläubige usw..

2. Du hast schon vor 50 Jahren bei den Berliner Jazztagen 1967 als Schlagzeuger auf der Bühne gestanden. Wenn jemand über die Entwicklung des Rhythmus in der populären Musik aus eigener Erfahrung Bescheid weiß, dann Du. Wie siehst Du Deine eigene Entwicklung vom Freejazz-Schlagzeuger zum experimentierfreudigen Rock-Drummer bis zum Weltmusik-Perkussionisten usw.? Und wie beurteilst Du generell die Bedeutung und Veränderung des Rhythmus in der Popular-Musik seit den 1950er Jahren bis heute?

Mani Neumeier: Nachdem ich 1966 meine eigene, freie Spielweise entdeckt hatte und wir mit dem Irene Schweizer Trio und Peter Brötzmann Trio und dem Globe Unity Orchester alles auseinander genommen hatten und frei von Rhythmen und Harmonien spielten, hatte ich wieder große Lust trance-artige Rhythmen und Grooves zu spielen. Als wir 1968 Guru Guru gründeten und - angetörnt von Jimi Hendrix - zur elektrisch verstärkten Musik wechselten, hatten wir plötzlich einen riesigen Sound, der auch eine neue Spielweise erforderte. Ich nahm mir die Freiheit, alles was ich hörte in einen neuen Stil einzubauen, von Rock bis zu afrikanischer, indischer und anderer Weltmusik, dazu Umwelt-, Industrie- und Naturgeräusche.

Der Rhythmus und das Schlagzeug haben seit 1950 in der Popularmusik viel mehr Raum eingenommen. Leider ist heute von den tollen Jazzgrooves und den afrikanischen/indischen Sachen nur noch ein dürftiges Bum Bum Bum übrig geblieben, meist mit Drumcomputern produziert, was den meisten Konsumenten scheinbar genügt. Vielleicht weil sie nichts anderes mehr kennen. Schade.

3. Du bist „Big in Japan". Dein Abbild steht im Wachsfigurenkabinett in Tokio neben Jimi Hendrix. Du bist regelmäßig in Japan auf Tournee und spielst dort zusammen mit japanischen Musikern. Und Du bist verheiratet mit einer Japanerin. Wie erklärt sich Dein besonderes Verhältnis zu Japan und das der japanischen Fans zu Dir?

Mani Neumeier: Mein besonderes Verhältnis zu Japan ist einfach zu erklären. Ich habe in vielen Ländern gespielt, aber als wir 1996 mit Guru Guru in Japan eingeladen waren, merkte ich schnell, hier ist vieles besser als anderswo. Freundliche Menschen, interessante Musik und Kunst, gutes Essen, alles sauber, Züge pünktlich, keine Aggression, die Leute hilfsbereit, die Stimmung auf den Straßen und in den Lokalen voller Lebensfreude und cool. Niemand klaut was. Technisch alles weit voraus und dabei die alte Tradition rundum gegenwärtig. Mein gutes Verhältnis zu den japanischen Fans und Musikern entstand dadurch, dass sie meine Musik schätzten sowie meine Art und meinen Humor, und weil sie gemerkt haben, dass ich Japan liebe. Dass ich meine Frau Etsuko in Tokio kennen gelernt habe, ist ein Glücksfall.

4. Vielleicht kannst Du als Japan-Kenner erklären, was die „japanische Seele" aktuell umtreibt. Angesichts der Raketen-Bedrohung durch den nordkoreanischen Diktator Kim Jong-un unterstützt der japanische Premier Abe das Säbelrasseln von US-Präsident Trump und will Japan massiv militärisch aufrüsten. Wird diese Haltung nach Deinem Kenntnisstand auch von der breiten Mehrheit der japanischen Bevölkerung geteilt?

Mani Neumeier: Die Lage Japans ist militärisch schwierig. Der eine Dummkopf bedroht Japan und schießt Testraketen über das Land. China streckt seine gierigen Krallen auf japanische Inseln aus und Herr Dumpf Trumpf will allen für Milliarden Waffen verkaufen. Aber die meisten Japaner wollen keine eigenen Atombomben und verabscheuen den Krieg. Seit Hiroshima 1945, wo die USA diesen teuflischen Atomanschlag verübten, denken die Japaner jedes Jahr am 5. August mit einer Trauerfeier und Gebeten im ganzen Land an den Massenmord.

5. Am 31. Dezember hast Du Deinen 77. Geburtstag gefeiert. Wie hältst Du Dich fit? Wie bleibst Du vital? Und welchen Rat hast Du für ältere Menschen, wie sie ihre Gesundheit erhalten und ihr Leben genießen können?

Mani Neumeier: Ich habe den 77. nicht größer gefeiert. Ich fühle mich eh mehr wie 55. Mein 60. Geburtstag war der letzte, den ich gefeiert habe. Die besten Feste sind für mich meine Konzerte, oder normale, sonnige Tage. Wie ich mich fit halte? Guter Rat: gesunde Ernährung, kaum Fleisch, wenig Alkohol, nicht Rauchen, lange Schlafen, wenig Stress. Mit der Natur leben, positiv denken, an die Liebe glauben.

6. Was dürfen die Konzertbesucher am 20. Januar 2018 bei Deinem Solo-Konzert in der „Rebell(i)schen Studiobühne" in Offenbach von Dir und Deiner Performance erwarten?

Mani Neumeier: Die Besucher können eine Performance erwarten, die über das Normale hinausgeht. Etwas fürs Herz, mit Begeisterung und Phantasie gemacht, auch mit Überraschungen. Und sie werden besser drauf sein als vorher. Bei zwei Stücken wird meine Frau Etsuko als Gast mitzaubern. Ich freu mich drauf. Mani San

 

 

Infos zum betreuten Tanzen auf der Ü60-Party am 03.02.18

Früher unkten Jungspunde an der Bar wenn sich gesetztere Herrschaften trauten, eine Disco zu betreten: „Jetzt kommen sie schon zum Sterben in die Disco." Das ist lange passè. Heute gehen ältere Menschen zum Fitnesstraining in die Disco.

„Beim Tanzen ist der ganze Körper in Bewegung. Doch auch die grauen Zellen profitieren davon. Bochumer Forscher haben jetzt ein spezielles Tanzprogramm für Senioren getestet. Mit verblüffendem Ergebnis. Wer einmal pro Woche eine Stunde das Tanzbein schwingt, verbessert neben seiner körperlichen Fitness auch seine geistigen Fähigkeiten, wie Aufmerksamkeit und Reaktionsvermögen. Um im Alter fit zu bleiben, hat Tanzen für die Forscher im Vergleich mit anderen sportlichen Aktivitäten wie Laufen, Radfahren oder Kraftsport viele Vorteile: Es vereint körperliche Aktivität mit sozialer, emotionaler und musikalischer Interaktion." (Merkur.de)

„Die Forscher beobachteten, dass Tanzen die Bildung von neuen Nervenzellen und Nervenbindungen mehr unterstützen könnte als monotones Fitnesstraining. ‚Tanzen ist eine Art geistiger Nährstoff, der für die geistige Gesundheit im höheren Alter bedeutsam sein kann', sagt Musikkognitionsforscher Professor Gunter Kreutz von der Universität Oldenburg.

Wer zu Jive oder Rock'n'Roll tanzt, hält auch sein Bindegewebe leistungsfähig. Bei diesen Paartänzen stellen die schnellen und hüpfenden Bewegungen ein gutes Faszientraining dar. Das verklebte Bindegewebe um Muskeln und Organe, auch Faszien genannt, wird gelöst und die Bewegungselastizität gefördert. Wissenschaftler sehen in starren Faszien häufig die Ursache für Schmerzen. Regelmäßiges Faszientraining kann z.B. Rückenschmerzen vermeiden.

Doch nicht nur das: Durch das Tanzen verbessert sich unter anderem auch die Koordination und die Konzentration und es fördert die körperliche Kommunikations- und Ausdrucksfähigkeit. Kreutz fügt hinzu: ‚Tanzen vertreibt sehr häufig auch Müdigkeit oder Zustände von mentaler Erschöpfung, die sich bei Stress einstellen können'. Das Gute am Tanzen: Das Parkett steht jedem Menschen offen - egal welchen Alters, Gewichts oder ob geistige oder körperliche Einschränkungen vorliegen. ‚Selbst mit Rollatoren oder Rollstühlen kann und sollte man auch ein Parkett betreten." (Apotheken-Umschau)

 

Hanan Kadur Interview (25. Februar 2018)

1. Wie kommt es, dass eine junge Frau, die in Thüringen als Tochter typischer deutscher Eltern geboren wurde und heute in Frankfurt lebt, sich schon früh für orientalische Tänze interessiert, sich als Bauchtänzerin ausbilden lässt und den Künstlernamen Hanan Kadur annimmt?

Hanan Kadur:

Tanzen war schon immer meine Leidenschaft - seit ich laufen kann. In meiner Schulzeit tanzte ich in einem Kinderensemble mit regelmäßigen Auftritten. Das setzte sich später in einem Tanzsportverein fort. Während meines Studiums reiste ich mit einer Freundin in die Türkei, um dort Urlaub zu machen. Wie zu erwarten ist, gab es einige Male im Abendprogramm des Hotels Bauchtanzvorführungen. Aus meiner Sicht waren die Tänzerinnen nicht besonders gut. Auch der Stil gefiel mir nicht. Ich hatte eine andere Idee im Kopf. Deshalb begann ich nach meiner Rückkehr im Hochschulsport Bauchtanzkurse zu besuchen. Nach zwei Jahren wechselte ich zu einer richtig guten Bauchtanzschule in Frankfurt. Und ich merkte, dass ich ein Talent für die Bewegungen des Orientalischen Tanzes habe. Nach einer sehr guten Platzierung bei einem Nachwuchswettbewerb dachte ich mir, jetzt ist es Zeit auch öffentliche Auftritte anzunehmen.

Den Namen Hanan Kadur habe ich mir als Künstlernamen gewählt, weil die typischen Namen deutscher Frauen einer möglichen Buchung als Bauchtänzerin im Wege stehen.

Der Name „Kadur" war der Name meiner Großmutter. Ihr zu Ehren wollte ich diesen Namen tragen. Den Name „Hanan" wählte ich zu Ehren meiner ersten Bauchtanzlehrerin - sie hatte ihre Tochter so genannt. Es ist auch ein arabisches Wort und bedeutet „Zärtlichkeit" - das ist nur eine grobe Übersetzung - hinter dem Wort steckt noch einiges mehr.

2. Was ist für Sie das Besondere, das Faszinierende am Bauchtanz, oder wie Sie es nennen am orientalischen Tanz?

Hanan Kadur:

Für mich bedeutet das Tanzen orientalischer Tänze unfassbar große Freude. Die Faszination speziell am Bauchtanz geht wohl davon aus, dass er ohne Partner tanzbar ist und eine Vielzahl weicher Bewegungen enthält. Er bringt Frauen wieder in  Kontakt mit ihrer Weiblichkeit. Er bietet ihnen an, sich in ihrem eigenen Körper wohl zu fühlen, ihn zu spüren und sich über ihn auszudrücken. Oft bemühen wir westlichen Frauen uns, in einer männlich dominierten Welt durch Anpassung besser voranzukommen. Weichheit, Nachgiebigkeit, Flexibilität und damit ein wichtiger Teil weiblicher Stärke gehen uns damit oft verloren. Bauchtanzen ist eine Möglichkeit, das wieder zu lernen und zu üben. Es ist sehr spannend in meinen Tanzkursen zu beobachten, wie die Frauen sich entwickeln. Am Anfang sind die runden Bewegungen ungewohnt, fühlen sich komisch an, gelingen nur eckig und krakelig. Nach relativ kurzer Zeit aber verwandelt sich die Bewegung und wird plötzlich „richtig" rund. Die Frauen tanzen sie weich und fühlen sich wohl darin.

3. Kann eine Bauchtänzerin auf jegliche Art von orientalischer Musik tanzen, oder braucht der Bauchtanz eine ganz besondere musikalische Begleitung?

Hanan Kadur:

Eine Bauchtänzerin, die Auftritte anbietet, sollte Musik wählen, die für Bauchtanz oder Tanz an sich gespielt wurde. Da werden die richtigen Rhythmen gespielt. Die Tanzmusik ist nur ein sehr kleiner Teil der Musik in der orientalischen Welt. Jedes Land, jedes Volk, jede Region hat seine eigene Musikkultur. Es gibt unzählige, zum Teil sehr komplexe Rhythmen in der orientalischen Musik, denen man zuhören sollte.

4. Auch auf den polynesischen Inseln im Südpazifik sieht man im Tanz der Frauen einen sehr betonten Hüftschwung; und auch auf den Inseln des Indischen Ozeans von Mauritius über La Reunion bis zu den Seychellen tanzen die Frauen beim Séga-Tanz mit kreisenden Hüften und lassen auch den Bauch gut zur Geltung kommen.  Ist das im Prinzip mit dem orientalischen Bauchtanz vergleichbar?

Hanan Kadur:

Diese Frage sollten Sie besser einem Tanz-Ethnologen stellen, der die Zusammenhänge von Tanz, Kultur und gesellschaftlicher Entwicklung untersucht. Bewegungen des Beckens sind weltweit verbreitet. Mal verschämt versteckt oder unterdrückt, mal offen ausgeführt.

5. Der Bauchtanz wird auch im Mainstream-Pop zunehmend populärer. Die Kolumbianerin Shakira hat damit angefangen. Ihr Vater ist libanesischer Herkunft. Daher der Bezug zum Bauchtanz. Aber auch Britney Spears und Christina Aguilera zeigen typische Bewegungselemente des Orientalischen Tanzes bei ihren Auftritten. Wie beurteilen Sie die Qualität des Bauchtanzes von Shakira & Co?

Hanan Kadur:

Es steht mir keineswegs zu, die Shows von Popsängerinnen zu beurteilen. Ihre Aufgabe ist es, ihre Musik zu verkaufen und dem Publikum neben dem Gesang eine unterhaltsame Show zu liefern. Das tun sie mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln und dazu gehört auch ein sexy Hüftschwung. Deswegen kann man nicht behaupten, dass sie Orientalischen Tanz tanzen.

6. Um die erotische Dimension des Bauchtanzes anzusprechen. Eine der Klischee-Vorstellungen ist, dass sich der Sultan von einer Haremsdame durch den Bauchtanz erotisch stimulieren ließ. Das scheint aber eine westliche Männerfantasie zu sein, oder?

Aber es ist doch klar, dass der Bauchtanz sehr körperbetont ist, eine sinnliche Ausstrahlung hat und erotisch stimulierend wirkt?

Hanan Kadur:

Bauchtanz, wie wir ihn kennen und in den Harem stecken möchten, gibt es erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Sicher gab es Tänzerinnen, die vor dem Herrn Sultan aufgetreten sind. Aber diese Frauen oder Männer haben nicht den Bauchtanz von heute getanzt. Weiter in Tanzgeschichte einzutauchen, führt in einem Interview zu weit.

Ob mein Tanz erotisch stimulierend wirkt, ist mir ehrlich gesagt egal. Er ist sinnlich - ja. Einige Bewegungen sind erotisch - ja. Er ist körperbetont - welcher Tanz ist das nicht.

Mein Tanz soll das Publikum unterhalten, die Kinder - die mit leuchtenden Augen vor mir stehen, die Frauen - die keinen Blick von meinen Hüften lassen und die Männer - die manchmal sehr schüchtern sind. Meine Tänze können ein wenig Entwicklungsgeschichte zeigen - von den kraftvollen, energiegeladenen und selbstbewussten Beckenbewegungen der Ghawazee-Tänzerinnen Ägyptens, über die dezenten, eleganten Bewegungen der Tänze an arabisch-andalusischen Höfen bis zu den frech koketten und intensiven Bewegungen der einfachen Baladi-Frauen Kairos. So könnte man noch eine ganze Weile weitermachen. Eines haben alle gemeinsam - Freude an Bewegung, am Tanz und am Leben.

7. Üblicherweise wird der Bauchtanz nur von Frauen getanzt und die Männer schauen zu. Oder gibt es auch einen männlichen Bauchtanz?

Hanan Kadur:

Üblicherweise tanze ich für eine ganze Gesellschaft. Dabei sind mir die Frauen wichtiger als die Männer. Es ist ein weiblicher Tanz, der die Frau feiert. Ich möchte die Frauen von meinem Tanz überzeugen. Das ist sehr viel schwieriger als bei den Männern. Ihnen reicht es meistens, wenn sich der Popo bewegt und auch mal der Busen hüpft. Aber das ist nicht Bauchtanz sondern sexy Gewackel - wenn ich es mal plump ausdrücken darf.

Aus meiner Sicht gibt es keinen männlichen Bauchtanz. Es gibt aber sehr wohl einige Orientalische Tänze, die traditionell von Männern getanzt werden. Und doch gibt es einige Männer, die Bauchtanz tanzen. Das hat in einigen Ländern sogar Tradition. Nicht immer waren die Menschen so offen, wie wir es in Deutschland gewohnt sind. Es gab Zeiten, da hat eine Frau nicht vor Männern getanzt. Sie hat sich ihnen noch nicht einmal gezeigt. Da haben es junge Männer übernommen, die männliche Festgesellschaft zu unterhalten.

8. In Zeiten der „MeToo"-Debatten, drängt sich die Frage auf, ob auch Sie bei Ihren Auftritten als Bauchtänzerin schon belästigt oder bedrängt wurden. Mussten Sie als Tänzerin schon unangemessenes Verhalten oder gar Übergriffe von Seiten männlicher Tanzshow-Besucher erleben?

Hanan Kadur:

Mancher männlicher Gast ist nicht schüchtern und versucht, mir beim Mittanzen näher zu kommen, als mir lieb ist. Meist reicht eine kleine Geste, um den angemessenen Abstand wiederherzustellen. Wenn das nicht reichen sollte, gibt es durchaus Steigerungen, mich meiner Haut zu wehren. Nach einem Auftritt ist mir bisher noch niemand zu nahe getreten. Einzig einige höfliche Anträge wurden mir gemacht, die ich ebenso höflich abgelehnt habe. Und im Vorfeld ist mir auch noch keine Erpressung im Sinne von, „wenn du mir nicht gefällig bist, bekommst du den Job nicht" begegnet. Ich denke, das würde mich auch völlig überraschen - allein diese Idee ist für mich so unsinnig. Machtgefälle in solch einer unwürdigen Weise ausnutzen zu wollen, ist ein Armutszeugnis.

9. Ist der Begriff Bauchtanz eigentlich zutreffend? Denn nicht der Bauch tanzt, sondern mehr die Hüfte und letztlich der ganze Körper. Wenn Sie uns eine kleine Einführung in die Technik des Bauchtanzes geben könnten. Was genau macht da der Bauch, wie bewegen sich die Hüften, die Beine, der Oberkörper, die Arme, die Hände und der Kopf?

Hanan Kadur:

Eine schriftliche kleine Einführung in den Bauchtanz? Wie viele Seiten habe ich? Versuchen wir es: Die Füße nehmen den Rhythmus auf und bewegen die Tänzerin vom Platz. Die Knie sorgen dafür, dass die Tänzerin ihre Hüften bewegen kann, auch wenn sie steht. Die Hüften und das Becken bewegen sich vor und zurück, hin und her, auf und ab. Der Bauch gibt dem Ganzen Innigkeit. Durch aktives Einsetzen werden viele Bewegungen weicher, runder und intensiver. Ein geschickter Drop im  Oberkörper lenkt den Blick gelegentlich auf den Brustkorb der Tänzerin. Das kann schon mal für Verwirrung sorgen. Die Schultern sind entspannt - sie tragen den erhobenen Kopf und die Arme. Aber auch sie können tanzen. Die Arme umrahmen das Becken, begleiten die Bewegungen. Manchmal zeigen sie einen ganz eigenen Tanz, wenn der Rest des Körpers ruht. Die Hände führen den Blick des Zuschauers an die gewünschte Stelle. Der Kopf mit seinen verschiedenen Haltungen unterstreicht die Aussagen des tanzenden Körpers. Und die Augen, ja, was soll man dazu sagen, sie drücken aus, was die Tänzerin fühlt...

 

 

 

 

Die Rebell(i)sche Studiobühne präsentiert in Zusammenarbeit mit JazzSession Offenbach: Andi Kissenbecks CLUB BOOGALOO am Sonntag 18.03.18, 19 Uhr in der „Rebell(i)schen Studiobühne", 63071 Offenbach am Main, Bieberer Str. 145A, Hinterhaus. Das Konzert wird für eine spätere Radiosendung aufgezeichnet.

Wenn Herr Professor auf der Orgel jazzt

 „groovender Souljazz auf höchstem Niveau" (Concerto)

„eine verschwenderisch gut ausgestattete Band" (Jazzthetik)

„Andi Kissenbeck swingt auf seiner Hammond B3 wie die Hölle" (Jazzpodium)

Prof. Dr. phil. Andreas Kissenbeck ist Pianist, Hammond-Organist, Komponist und Arrangeur sowie Musikwissenschaftler und Pädagoge. Er lehrt an der Musikhochschule München Jazz-Piano und Komposition.

Seine hoch gelobte Band Andi Kissenbecks CLUB BOOGALOO, die rhythmisch groovenden Orgel-Jazz spielt, „mal virtuos, mal cool, mal instrumental, mal mit Gesang, immer jedoch voller Energie" (Jazz Thing), gastiert am kommenden Sonntag dem 18. März, ab 19 Uhr in Volker Rebells „Rebell(i)scher Studiobühne", veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Kulturinitiative JazzSession Offenbach.

Zu seinem exklusiven Konzert am Sonntag bringt Andi Kissenbeck als besonderen Gast den international bekannten US-amerikanischen Star-Saxophonisten Karel Ruzicka Jr. mit. - Welcome to the Club

Andi Kissenbeck stellt sich unseren Fragen.

Frage: Wie definieren Sie Ihren eigenen musikalischen Stil und wie hat sich ihre Musik mit dem letzten Album, das bei enja records erschien, weiterentwickelt?

Andi Kissenbeck: Club Boogaloo ist eine Groove-Jazzband. Auf unserem dritten Album „Monsoon Dance" sind wir moderner und abwechslungsreicher geworden. Wir mischen  Blues und Bebop mit Elementen aus Gospel, R&B, New Orleans-Style, Modern Jazz, Funk und mehr.

Frage: Wie kamen Sie gerade auf die Hammond-Orgel als Ihrem Haupt-Liveinstrument. Schließlich hatte die Hammond ihre große Zeit in den 60er und 70er Jahren und gilt heute eher als „antiquarisch" :

Andi Kissenbeck: Die Hammond-Orgel hat mich schon immer fasziniert mit ihren vielen verschiedenen Klängen und Ausdrucksmöglichkeiten; und mich reizt es, dass ich zu jedem Stück einen eigenen, besonderen Sound heraustüfteln kann. Für mich ist die Palette der Hammond-Sounds zeitlos.

Frage: Seit wann besteht Ihre Band?

Andi Kissenbeck: Club Boogallo habe ich vor 13 Jahren zusammen mit Torsten Goods gegründet. Er kam damals gerade aus New York zurück und hatte in Harlem mit ganz vielen Organisten zusammengespielt. Er kennt die komplette Orgel-Jazztradition, ist ein sehr kraftvoller und virtuoser Gitarrist und fantastischer Sänger.

Frage: Woher beziehen Sie Ihre Inspiration für Ihre Jazz-Kompositionen?

Andi Kissenbeck: Die meisten Stücke unserer letzten Platte „Monsoon Dance" sind entstanden auf einer Asien-Reise. Als ich dort war, war gerade Monsunzeit. Es gab zwar auch Sonne, aber immer diese heftigen Regengüsse. Und dann hab ich mich mit meinem Keyboard zurückgezogen, irgendwohin wo es trocken war und hab die Stücke geschrieben.

 

Costa Rica - Farbig wie der Göttervogel Quetzal

Kolumbus nannte seine Entdeckung im Jahre 1502 „reiche Küste", wegen der erhofften Goldschätze, die er aber niemals fand. Heutige Besucher finden in Costa Rica einen Reichtum an faszinierenden Naturschönheiten und vielgestaltiger Musik. Etwa 30% des landschaftlich kontrastreichen mittelamerikanischen Landes zwischen zwei Weltmeeren sind als Nationalparks und Naturschutzgebiete ausgewiesen. Das seit Jahrzehnten politisch stabile Costa Rica, das als einziges Land der Welt sein Militär abgeschafft hat, bietet nicht nur einsame Traumstrände, tropische Regenwälder, aktive Vulkane und eine erstaunliche Artenvielfalt von Kolibris über Brüllaffen und Leguane bis zu seltenen Schildkröten, sondern auch eine abwechslungsreiche Musikvielfalt. Auf der Plaza de la Cultura im Herzen der Hauptstadt San José hört man traditionelle Marimbas und Mariachis, aus den Autos der jungen Ticos, so nennen sich die Costaricaner selbst, dröhnt moderner Latin-HipHop; im ländlichen Guanacaste ist die regionale Volksmusik der Bomba noch weit verbreitet; an den atlantischen Palmenstränden von Cahuita dominiert der karibische Reggae, auf den Festen der Kleinstädte, aber auch in den Discos tanzt man im Rhythmus der Cumbia  - und natürlich gibt es auch costaricanische Varianten von Mainstream-Pop, Rock und Jazz. Doch ähnlich wie beim rar gewordenen Nebelwald-Vogel Quetzal, den die Mayas als Götterboten verehrten, verhält es sich auch bei der Musik Costa Ricas: man muss sich ihr mit Muße widmen, um sie zu entdecken.

 

 Welthören"Welthören" von Hansjörg Schmitthenner

Weitere Information zu „Welthören":

„Auf meinen langjährigen Reisen zur Sammlung des Materials für die Sendung ‚Welthören‘, vor allem bei der wiederholten Rückkehr in früher schon einmal besuchte Länder, beobachtete ich die von Jahr zu Jahr zunehmende Zerstörung der Natur auf unserer Erde und den rapiden Zerfall oft jahrtausendealter Kulturen. Im Nachhinein und beim Wiederhören vieler in dieser Form heute nicht mehr wiederholbarer Aufnahmen möchte ich dem von mir gewählten Titel ‚Welthören‘ den Untertitel ‚Weltaufbewahren‘ hinzufügen." (Hansjörg Schmitthenner)

„Fast 25 Jahre lang, von 1950 bis 1974, war Schmitthenner beim Bayerischen Rundfunk als Dramaturg und Hörspielchef beschäftigt. Das besondere Interesse Schmitthenners galt stets der Förderung des experimentellen Hörspiels und neuer Formen der Radiokunst. Aus seinen akustischen Aufzeichnungen aus über 15 Jahren Weltreisen entstand die Hörtrilogie "Welthören", eine großangelegte Hör-Enzyklopädie von Kinderlachen bis Todesschrei, von Regentropfen bis Gamelanvariationen und ein gelungener Versuch, die Kontinente in ihrer tönenden Vielfalt zu verstehen und im Radio zu vermitteln." (BR)

 

 

"Yellow Submarine", der legendäre Zeichentrickfilm der Beatles hatte vor 50 Jahren Kinopremiere.

„Es war einmal, oder vielleicht zweimal, ein überirdisches Paradies namens Pepperland - ein Reich voller Glück und Musik. Doch die Idylle wurde von den schrecklichen Blaumiesen bedroht, die Pepperland kurzerhand den Krieg erklärten und eine Invasionsarmee schickten. Angeführt wurden die Truppen von dem gefährlichen Fliegenden Handschuh, der alles zermalmte, was gut war. - Auftritt John, Paul, George und Ringo als Retter in der Not!" (zitiert aus der Ankündigung des Films)

Der Zeichentrickfilm Yellow Submarine gilt als ein bahnbrechendes Meiserwerk der Animationskunst. Angeregt von ausgewählten Beatles-Songs zeichnete das Graphiker-Team um den Düsseldorfer Art Director Heinz Edelmann „ein einmaliges Farbenfeuerwerk voll absurd anarchischem Witz, blühendem Nonsens und stilistisch einflussreichen Einfällen" (VideoWoche, 1999).

Die Drehbuchautoren um den späteren Autor der „Love Story" Erich Segal kreierten eine märchenhafte Allegorie auf die Zeitgeschichte und Bewusstseinshaltung der sechziger Jahre mit der utopischen Vorstellung eines paradiesischen Lebensentwurfs, der von einer missgünstigen kriegerischen Gegenmacht vereitelt wird. Doch durch die Hilfe und Gegenwehr der Glorreichen Vier erlebt das Musikparadies Pepperland dann doch noch ein Happy End. Die Beatles mit ihrer lebensbejahenden und fröhlichen Musik vertreiben die kriegerischen Miesmacher, die aggressiven Neinsager und bekehren die Blue Meanies (die Blaumiesen)  am Ende sogar zu Friede Freude Eierkuchen und guter Laune.

Mit dem Film selbst hatten die Beatles nicht allzu viel zu tun. Sie lieferten gerade mal vier neue Songs für den Soundtrack ab, wobei diese Songs zum Teil aus der Schublade gezogen wurden, weil sie bei früheren Produktionen aussortiert worden waren. Nur der neue Song „Hey Bulldog" konnte den hohen Ansprüchen, die man damals an Beatles-Songs stellte, einigermaßen gerecht werden. Dafür sind im Film jede Menge berühmte Song-Klassiker zu hören wie etwa „Nowhere Man", „Eleanor Rigby", „With A Little Help From My Friends", „All You Need Is Love" und natürlich der Titelsong des Films „Yellow Submarine".

Leibhaftig, persönlich traten die 4 Beatles nur ganz am Schluss des brillanten, psychedelischen Pop-Art-Spektakels auf - im Grunde nur um launig überzuleiten zum Schlusstitel des Films „All Together Now".

Genau vor 50 Jahren feierte der dritte Beatles-Film seine Kinopremiere in London. Grund genug, sich an die fantasievolle Handlung und wegweisende graphische Darstellung zu erinnern, aber auch an die Bedeutung des Films und erst recht an seine Songs.