Schallplatte mit Volker Rebell Beschriftung

Rebell(i)sche Studiobühne

Studiobühne

„Rebell(i)sche Studiobühne" | Biebererstraße 145A, Hinterhaus | 63071 Offenbach

 

Im Werkstattgebäude meiner ehemaligen, vom Vater ererbten Werkzeugfabrik („Johann Rebell - Fabrik für Präzisionsgewindeschneidwerkzeuge und Lehren") sind nach erheblichen Sanierungs- und Renovierungsarbeiten auf zwei Geschossen Veranstaltungs- und Ausstellungsräume für Konzerte, Kultur und Kunst entstanden.

Im Obergeschoss ist die „Rebell(i)sche Studiobühne" eingerichtet. Der 85qm große Aufführungsraum mit Bühne bietet Raum für 65 (max. 75) Sitzplätze.

Der angrenzende Büroraum wird als Künstlergarderobe genutzt.

Daneben befindet sich die Küche, in der die Bewirtung angeboten wird.

Am Ende der 130 qm umfassenden Etage befindet sich der völlig neu gebaute Toilettenraum mit zwei Toiletten und Dusche.

Die untere, gleich große Etage ist für die „Rebell(i)sche Galerie" vorgesehen, wo regelmäßig Ausstellungen für Popularkultur und Independent-Kunst stattfinden. Außerdem soll das Untergeschoss für Events, Performance-Aufführungen, Tanzabende, Feste, Tagungen etc. genutzt werden und kann auch für Veranstaltungen gemietet werden. (siehe hierzu „Rebell(i)sche Galerie")

 

Die „Rebell(i)sche Studiobühne" bietet regelmäßig Konzerte, Literaturtheater, Salon-Abende, Lesungen, Kleinkunst, Kabarett, Vorträge, etc.

Im Mittelpunkt stehen die Radiokonzerte, zu denen Musiker, Bands, Künstler eingeladen werden. Die Konzerte werden mitgeschnitten, Interviews mit den Künstlern und Gespräche mit interessierten Gästen werden geführt und aufgenommen. Aus den Konzertaufzeichnungen, Interviews und Gesprächen produziere ich einerseits zeitnah eine einstündige Sendung für das Webradio ByteFM, andererseits wird der komplette Konzertmitschnitt mit den vollständigen Interviews und Gesprächen zu einem späteren Zeitpunkt als Podcast im Podcast-Radio www.radio-rebell im Netz zur Verfügung gestellt. Letzteres ist allerdings noch im Planungsstatus.

Der Aufführungsraum ist mit einer PA/Monitor-Anlage und allem was dazugehört ausgestattet. Bühnengröße 2x5 m. Außerdem ist ein Beamer mit Leinwand (3x3 m) vorhanden.

 Studiobühne

 

Anfahrt zur „Rebell(i)schen Studiobühne + Galerie"

63071 Offenbach, Bieberer Straße 145A, im Hinterhaus, Unter- und Obergeschoss

Lage, siehe: https://goo.gl/maps/EBiBrNxCHbQ2

 

Anreise mit der S-Bahn

Am Frankfurter Hauptbahnhof zu den S-Bahnsteigen  (Hauptbahnhof tief)  gehen, in die S8 oder S9 in Richtung Hanau, S1 Richtung Rödermark oder S2 Richtung Dietzenbach einsteigen und bis zur S-Bahn-Station Offenbach-OST fahren . Es fährt alle  5 - 10 Minuten eine der vier S-Bahnen. Die Fahrtdauer beträgt vom Hauptbahnhof Frankfurt ca. 20 Minuten,  von der Hauptwache und der Konstablerwache entsprechend weniger.

In Offenbach-Ost angekommen, gibt es mehrere Möglichkeiten, die Bieberer Straße 145 A zu erreichen:

1.     Direkter Fußweg entlang der Hauptstraße (5 Minuten)

2.     Etwas längerer Fußweg durch ruhige, grüne Wohngegend (7 Minuten)

3.     Mehrere Busverbindungen (3 Minuten)

 

1.     Direkter Fußweg entlang der Hauptstraße (5 Minuten)

Der S-Bahnhof Offenbach-Ost wird von der Unteren Grenzstraße unterquert. Dieser  stark befahrenen Hauptstraße  mit dem S-Bahnhof im Rücken folgen und  in Richtung der Aral-Tankstelle gehen.  Auf der rechten Seite der Straße laufen bis zur Kreuzung mit der Bieberer Straße, diese überqueren und sich nach rechts wenden. Das zweite Haus ist der Zielort Bieberer Str. 145A.

2.     Etwas längerer Fußweg durch ruhige, grüne Wohngegend (7 Minuten)

Nach Betreten der Unteren Grenzstraße gleich rechts ganz kurz den Lämmerspieler Weg entlang gehen, dann links in die Emmastraße einbiegen. Dieser durch ein ruhiges, grünes Wohngebiet folgen, bis die Grünanlage auf die Bieberer Straße trifft. Diese am Zebrastreifen überqueren und dann links bis zur Bieberer Straße 145 A laufen.

 

3.     Mehrere Busverbindungen (3 Minuten)

Es gibt vier Buslinien, die von der S-Bahnstation Offenbach-Ost in Richtung Bieberer Straße fahren.

Linie 106 Buchhügel/Wetterpark: an der 2. Station (Feuerwache) aussteigen, einige Meter gegen die Fahrtrichtung  zurück zur Bieberer Straße  laufen.

Linie 107 Kaiserlei/West: an der 2. Station (Feuerwache) austeigen, weiter siehe oben.

 

Linie 103 Frankfurt/Prüfling: an der 2. Station (Grenzstraße) aussteigen, die Bieberer Straße an der Ampel überqueren und dann nach rechts gehen.

Linie 120 August-Bebel-Ring: an der 2. Station (Grenzstraße) aussteigen, weiter siehe oben.

 

Anreise mit dem Auto

Parken

Am Gebäude Bieberer Straße 145A gibt es keine Parkmöglichkeit, wohl aber in den Nebenstraßen, z.B. in der Spießstraße um die Ecke. Ein großer Park&Ride-Parkplatz befindet sich hinter der S-Bahn-Station Offenbach-Ost an der Unteren Grenzstraße.

Fußwege oder Busverbindungen wie oben beschrieben wählen.

Studiobühne 

Rebell im Hinterhaus oder: am Ende siegt die Musik

von Christine Ciampa (veröffentlicht in "Mut & Liebe", Stadtmagazin Offenbach am Main, September/Oktober 2017)

Das Erdgeschoss des unscheinbaren Hinterhauses auf der Bieberer Straße, kurz vor der Abzweigung Rhönstraße, ist eine Baustelle. Ein Maler streicht die Wände des künftigen Kunstraumes weiß, Hausherr Volker Rebell bespricht mit seinem Bauleiter Pläne für die weitere Sanierung. An die einstige Nutzung als Spezial-Werkstatt für die Herstellung von Gewindewerkzeugen erinnern nur noch zwei übriggebliebene Maschinen, die schon fast museumsreif aussehen.

Mit dem Verkauf der Fabrik in 2015 ging eine 90-jährige Offenbacher Firmengeschichte zu Ende. Doch bei Rebell ist keine Wehmut zu spüren, obwohl er über der Werkstatt aufgewachsen ist und als Kind viele Stunden mit Hund Rexi im Hof gespielt hat. Denn es gibt nicht nur schöne Erinnerungen. Der gelernte Werkzeugmacher und studierte Maschinenbau-Ingenieur ist über viele Jahre hinweg auf Druck der Eltern und nur mit Widerwillen in die Fußstapfen seines Vaters getreten, der die Firma 1924 gegründet hatte. „Wenn ich morgens noch im Bett lag, haben die Arbeiter mit Stangen gegen die Decke geklopft, um ihren Juniorchef zur Pflicht zu rufen", erinnert er sich. 

Zwei verschiedene Leben

Volker Rebell ist vielen Hörern als langjähriger Radiomoderator bei HR3 ein Begriff. Ab 1970 präsentierte er in beliebten Sendungen wie Volkers Kramladen Popmusik, Künstler und Interviews abseits des Mainstreams. Nebenbei schrieb er Konzertberichte, produzierte eigene Tonträger, veröffentlichte Bücher über Frank Zappa und die Beatles. Dass der leidenschaftliche Musikfan gleichzeitig einem Vollzeit-Job in der elterlichen Fabrik in Offenbach nachging, der auch seine finanzielle Basis bildete, wussten nur wenige. „Ich habe zwei verschiedene Leben gelebt, das war nicht immer einfach", sagt er dazu.

2008 „trennte" sich der Hessische Rundfunk von ihm und seinem Kollegen Klaus Walter (Kultsendung Der Ball ist rund). Das Autorenradio war zum „Anachronismus" (Rebell) geworden und hatte den Kampf gegen die computergenerierte Musikrotation mit maximal anderthalbminütigen Moderationshäppchen endgültig verloren. Doch Rebell wäre nicht Rebell, hätte er sich daraufhin in den kreativen Ruhestand begeben. Anfang 2009 belebt er seinen Kramladen im preisgekrönten „Webradio für gute Musik" ByteFM wieder, er schreibt Bücher und entwickelt eigene Formate wie „Heine goes Pop" oder - zusammen mit Moritz Stoepel - „Dylan auf Deutsch", mit denen er durch Hessen tourt.

Meine erste Leidenschaft ist das Radio

Als Rebell nach der Firma auch das Gebäude verkaufen will, schlägt seine Lebensgefährtin ihm vor, es anstatt dessen als Plattform für seine Projekte zu nutzen. Nach anfänglicher Skepsis stürzt er sich in den Umbau. Die erste Etage ist zwischenzeitlich fertig gestellt und dient als Studiobühne mit Wohnzimmer-Atmosphäre, es gibt Platz für 50 bis 60 Personen. Erste Veranstaltungen und Konzerte für geladene Gäste haben bereits stattgefunden. Ein Höhepunkt war die Release-Party für ein Großprojekt, an dem Volker Rebell mit Freunden über Jahre hinweg „gebastelt" hatte: Eine Mediabox aus Anlass des 75. Geburtstages von Paul McCartney mit fünf Hörbuch-CDs und zwei Büchern. 

Künftige Auftritte von Musikern, Autoren, Kleinkünstlern will er für sein lange geplantes Webradio in Eigenregie (Radio-Rebell) aufzeichnen, auch das Publikum soll mit einbezogen werden. „Radio ist immer noch meine erste Leidenschaft" sagt Rebell und strahlt.

Ich krame, also bin ich ... 

Mitte November, wenn auch das Erdgeschoss fertig renoviert ist, soll die offizielle Eröffnung der „Rebell(i)schen Studiobühne & Galerie" stattfinden, einige langjährige Wegbegleiter haben ihren Auftritt bereits zugesagt. Der Tausendsassa, der im vergangenen April 70 geworden ist, sprudelt nur so über vor Ideen. Über die Live-Musik hinaus möchte er Ausstellungen (mit passenden Menüs zur Vernissage), Lesungen, Kleinkunst, Kabarett, Vorträge, Tagungen, Feste und Tanzparties veranstalten, den Nachwuchs fördern, neue Kooperationen eingehen und und und. Es scheint, er bleibt seinem Leitmotiv treu: „Ich krame, also bin ich ..."